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KASTRATION
KASTRATION: von lat.: castrao, castratus für schwächen, berauben, entnehmen, entkräften
Operative Entfernung bzw. künstliche Ausschaltung der Eierstöcke = Ovariektomie = Kastration
Verlust des Geschlechtstriebes und der Fortpflanzungsfähigkeit.
Schwere psychische Alteration
Körperliche Ausfallserscheinungen
Langfristige seelische und körperliche Störungen möglich
Eine Kastration ist in jedem Fall ein schwerwiegender Eingriff mit weitreichenden Folgen für den Menschen oder ein Tier, sowohl männlichen als auch weiblichen Geschlechtes.
Quellen : Pschyrembel (med. Lexikon)
http://de.wikipedia.org/wiki/Kastration
Heutzutage sagt man im deutschen Sprachraum oft, eine Frau käme nach der Eierstockentnahme in die „Wechseljahre“ und der richtige Begriff Kastration wird nicht verwendet- was nicht selten zu einer Verharmlosung dieses schweren Organverlustes führt.
Kastrationsbegriff im 19. Jahrhundert und Anfang des 20. Jahrhunderts:
Ende des 19. Jdths. war die Eierstockentfernung die CASTRATION und wurde von gewissen Ärzten als VERSTÜMMELNDE Operation definiert, mit schweren Auswirkungen auf Körper und Psyche.
ANFANG DES 20. JHDTs. war es auch noch die KASTRATION, so wie es auch heute noch in Frankreich und anderen Ländern richtigerweise genannt wird! Und die Folgen kommen uns ja nicht unbekannt vor ….
EINFLÜSSE DER KASTRATION = ENTFERNUNG DER EIERSTÖCKE AUF DAS GESAMTE ENDOKRINE SYSTEM ( z. B: SCHILDDRÜSE)UND DAS NERVENSYSTEM WAR SCHON UM 1920 JEDEM GUTEN MEDIZINER BEKANNT!
Man hat damals die Zustände der Frauen nach der KASTRATION beschrieben! Heute sagen die im deutschen Sprachraum doch tatsächlich „Wechseljahre“ ,bestenfalls „chirurgische Menopause“ - als ob eine Kastration jemals eine Menopause erlauben könnte! Das wusste man schon vor 100 Jahren! Der einzige Unterschied war, man hatte keine Hormonpräparate um zu helfen!
Im 21. Jhdt daher die Kastrationsfolgen als Wechseljahre darzustellen ist höchst "eigenartig" ....

