Hier können Sie in unserem FEMICA-FORUM
mit anderen Betroffenen über ihre Erfahrungen diskutieren!
Link: http://femica.plusboard.de
Wir freuen uns sehr auf Ihre Beiträge!
TESTOSTERON NACH MENOPAUSE
Klinische Endokrinologie für Frauenärzte
Von Freimut Leidenberger Seite 177
Die Differenzialdiagnostik
des Klimakteriums
Teil 2: Weiterführende Diagnostik und Therapiekontrolle unter HRT
In der Diagnostik des klimakterischen Syndroms können die medizinische Erfahrung und der klinische Blick durch keine Laboruntersuchung ersetzt werden.
Nach ausführlicher Anamnese und gegebenenfalls indizierter Analyse der wichtigsten Hormonparameter können bei entsprechender Symptomatik weitere Hormontests sowie das Monitoring unter der HRT-Anwendung bei auftretenden Nebenwirkungen sinnvoll sein
GYNÄKOLOGIE 2/2009
Johannes C. Huber
Vgl. Teil 1: Evaluation der Beschwerden durch Anamnese und Hormonanalyse in: Gynäkologie 2009; 1: 4-9.
Protektiver Effekt
In der Menopause kommt es primär zu einem Defizit an Östradiol und an Progesteron als Folge der nicht mehr vorhandenen Granulosazellen. Allerdings bleibt das menopausale Ovar endokrin weiter aktiv. Es produziert in den Interstitialzellensowie in den Thekazellen C19-Steroide (d.h. Androgene). Sie werden einerseits in der Peripherie zu Östrogenen aromatisiert und versorgen damit den weiblichen Körper weiter mit Östron (bzw. Östradiol). Andererseits haben diese Steroide, unabhängig von diesem Aromatisierungsprozess, biologische Aufgaben im Organismus der Frau wahrzunehmen.
Dabei kommt den Androgenen per se ein protektiver Einfluss auf das Skelettsystem zu. Sie festigen das
Bindegewebe und formen in typischer Weise die Fettgewebesepten. Vor allem aber haben sie einen grossen Einfluss auf die Psyche und das Kohabitationsverhalten der Menschen. Obwohl man im individuellen Fall vorsichtig sein muss, die nachlassende sexuelle Kraft in zu einfacher Weise mit einem Absinken der Hormone in Verbindung zu bringen, weiss man, dass die Präsenz von Androgenenfür die sexuelle Vorstellung, Fantasie und Freude eine conditio sine qua non ist.
Auch für die Brust haben die männlichen Hormone eine Bedeutung. In der Hormongruppe der Androgene gibt es zwei verschiedene Gruppen, solche, die in Östrogene weiter umgewandelt werden können, und solche, die Androgene bleiben. Letztere hemmen die Wirkung derÖstrogene und verhindern damit deren karzinogenen Effekt auf die Brust. Im Brustgewebe selbst ist der Körper fähig, männliche Hormone aktiv werden zu lassen, sodass ein Schutzeffekt für die Frau
entsteht. Es wird zunehmend interessant zu überprüfen, ob der weibliche Organismus fähig ist, jene männlichen Hormone selbst herzustellen (und zwar in der Brust), die eine zu starke Wirkung der Östrogene
Kohabitations- und Sexualprobleme -
oft Folgen eines Hormonmangels
Die statistische und klinische Korrelation zwischen Koitusfrequenz und Testosteron ist wiederholt erwiesen und ausgeprägter als die zum Östradiol. Manchmal kommen Frauen in die Sprechstunde, die glaubhaft berichten, dass sie über Jahrzehnte eine äusserst glückliche Ehe führen, an der sich auch in der Postmenopause nichts geändert habe. Trotzdem merken sie deutlich, dass sie eine Aversion gegen jede körperliche Form der Liebe mit ihrem Mann, den sie weiter gern haben, empfinden. Tritt dies in der Postmenopause auf und kann ein partnerschaftliches Problem ausgeschlossen werden, so ist der Verdacht eines Androgenmangels legitim. Da in zunehmendem Mass über die Notwendigkeit einer Androgensubstitution diskutiert wird, Hormonwirkungen (u.a. Androgenmangel) auf Körperproportionen soll auch auf die Möglichkeit einer Androgenbestimmunghingewiesen werden.
Obwohl beim Testosteron mit einer Interkonversion aus adrenalen Hormonen zu rechnen ist, stellt dieser Parameter dennoch einen guten Indikator für die ovarielle Androgenese dar.
Die Berücksichtigung der Androgene in der Postmenopause liegt auf der Hand, handelt es sich dabei doch um die dritte Steroidklasse des Eierstocks, die im Rahmen der Substitutionstherapie bisher unberücksichtigt blieb.
Historisch gesehen begann die Hormonsubstitutionstherapie mit der Zufuhr der Östrogene, wodurch ein Teil der klimakterischen Beschwerden mit hoher Effizienz beseitigt wurde. Nach Jahren hat man die Wichtigkeit des Gelbkörperhormons erkannt. Die männlichen Hormone, ebenfalls Produkte des Ovars, hat man in diese Strategie jedoch nicht involviert. Heute versteht man, dass auch den männlichen Hormonen eine unabhängige biologische Wirkung zukommt, was entsprechend der Östrogen-Gestagen-Therapie eine gezielte Substitution sinnvoll erscheinen lässt.
Testosteron wird noch produziert - auch nach der Menopause
April - 2008 Zur Frage, ob das Ovar nach der Menopause noch signifikante Mengen Androgene in die Zirkulation abgibt, liegen konträre Erkenntnisse vor. Mit einer verbesserten Technik ging nun ein Endokrinologen-Team in Kalifornien dieser Frage nach. Die Studie basiert auf Daten von 13 postmenopausalen Frauen, bei denen eine totale abdominale Hysterektomie mit bilateraler Salpingo-Oophorektomie vorgenommen wurde. Zu den Ausschlusskriterien zählten Hyperandrogenismus in der Anamnese, Hormontherapie in den letzten sechs Wochen präoperativ sowie die präoperative Einnahme von Medikamenten, die die Androgenproduktion bzw. den -metabolismus beeinflussen. Die Auswertung der gewonnenen Resultate unterstützt die noch auf die 70er Jahre zurückgehende Annahme, wonach zwischen dem venösen Blut aus den Ovarien und dem peripheren venösen Blut signifikante Gradienten von Testosteron (T), Androstendion (A), Dehydroepiandrosteron (DHEA), Estron (E1) und Estradiol (E2) festzustellen sind. Die postoperativen T- und E1-Spiegel, nicht jedoch die A-, DHEA- und E2-Werte waren im Vergleich zur präoperativen Situation signifikant reduziert.
Bei vier von fünf Frauen, die bereits seit mehr als 10 Jahren in der Menopause waren, wurde zwischen dem ovariellen und dem peripheren venösen Blut immer noch ein Gradient bei den T-Werten gemessen. Demnach ist der Beitrag der Ovarien zur Androgenproduktion ausreichend, um nach bilateraler Ovarektomie eine signifikante Senkung der T-Spiegel herbeizuführen. Quelle: J Clin Endocrin Metab 2007; 92: 3040-3043
http://www.gsaam.de/news/index.php?ID=362
Mechanism of androgen receptor action
Volume 63, Issue 2, Pages 142-148 (20 June 2009)
Jin Li, Farook Al-Azzawi
Received 27 January 2009; received in revised form 9 March 2009; accepted 11 March 2009. published online 06 April 2009.
Abstract
Recent research provides a much more detailed understanding of the role of the androgen receptor in normal human development and physiology, its structure, and its functioning. This review discusses genomic and non-genomic actions of the androgen receptor, as well as their co-regulators. We also explore several clinically relevant aspects of the molecular biology of the androgen receptor and its co-regulators.
Keywords: Androgens, Androgen receptor, Molecular biology, Sex hormones
Gynaecology Research Unit, University Hospitals of Leicester, Victoria Building, Leicester Royal Infirmary, Leicester LE1 5WW, United Kingdom
Corresponding author. Tel.: +44 0116 2587506; fax: +44 0116 2586098.
PII: S0378-5122(09)00097-8
doi:10.1016/j.maturitas.2009.03.008
© 2009 Elsevier Ireland Ltd. All rights reserved
http://www.maturitas.org/article/PIIS0378512209000978/abstract
Role of testosterone in the treatment of hypoactive sexual desire disorder
Anneliese Schwenkhagena, John Studdb
Received 28 January 2009; accepted 18 February 2009. published online 20 March 2009.
Abstract
Hypoactive sexual desire disorder (HSDD) is a common clinical problem that may have a very negative impact on a woman's quality of life. Diagnosis and treatment is challenging, as one must keep in mind the complex web of factors influencing sexual functioning alone or in concert. Data suggest that androgens are significant independent factors affecting sexual desire, sexual activity and satisfaction, as well as other components of women's health such as mood and energy. For decades, physicians used various androgen preparations to improve sexual function in women, based on the results of smaller clinical trials and personal clinical observations when taking care of patients. Today, there is substantial body of evidence from randomized placebo-controlled trials that low-dose testosterone treatment is efficacious in women with HSDD who have an established cause of androgen deficiency such as surgical menopause. Recent data support the hypotheses that androgens may also be beneficial in naturally menopausal women or in premenopausal women with low circulating testosterone levels and a decrease in satisfying sexual activity. No single testosterone level has been found to be predictive for low female sexual function, even though women suffering from HSDD commonly have low testosterone levels. The most frequently reported side effects of testosterone treatment are mild hirsutism or acne. Long-term safety is not yet established. Several clinical trials are in progress to further investigate potential benefits and risks of androgen treatment in women with sexual dysfunction.
Keywords: Androgens, Hypoactive sexual desire disorder, Libido, Menopause, Testosterone
a Gynaekologicum Hamburg, Center for Gynaecologic Endocrinology and Reproductive Medicine, Hamburg, Germany
b London PMS & Menopause Clinic, London, UK
Corresponding author at: Altonaerstr. 59, 20357 Hamburg, Germany.
PII: S0378-5122(09)00066-8
doi:10.1016/j.maturitas.2009.02.011
© 2009 Elsevier Ireland Ltd. All rights reserved.
http://www.maturitas.org/article/S0378-5122(09)00066-8/abstract
Safety of testosterone use in women
Volume 63, Issue 1, Pages 63-66 (20 May 2009)
Chrisandra L. Shufelt, Glenn D. Braunstein
Received 7 January 2009; accepted 20 January 2009. published online 17 February 2009.
Abstract
Female sexual desire appears to be in part androgen dependent, which has lead to the use of testosterone in women for low libido. Despite this benefit, the long-term safety of testosterone as a hormone replacement or therapy has not been well established. Side effects of testosterone therapy include mild and reversible acne and hirsuitism, as well as changes to the lipid profile with oral, but not transdermal testosterone. Short-term studies, up to 2 years, have shown that for serum plasma testosterone levels at the upper portion or slightly above the reference range for reproductive-aged women, testosterone does not increase the risk of hepatotoxicity, endometrial hyperplasia, or behavioral hostility. No adverse cardiovascular effects including changes in blood pressure, blood viscosity, arterial vascular reactivity, hypercoagulable states, and polycythemia have been shown. Data is mixed with outcomes of breast cancer risk, with some experimental studies suggesting a decrease in estrogen-induced breast epithelial proliferation with low dose testosterone. Additionally, models of superphysiologic testosterone levels, such as polycystic ovarian disease, have not shown an increased risk of breast cancer. As with all hormone therapy in postmenopausal women, testosterone therapy should be individualized and requires that each woman weigh the risk and benefits. Nevertheless, only long-term safety studies will provide conclusive evidence as to testosterone safety in women.
Keywords: Testosterone, Androgens, Safety, Breast cancer, Endometrial cancer, Cardiovascular system
Department of Medicine, Cedars-Sinai Medical Center, Los Angeles, CA, USA
Corresponding author at: Room 2119, South Tower, Cedars-Sinai Medical Center, 8700 Beverly Blvd., Los Angeles, CA 90048, USA. Fax: +1 310 423 0437.
PII: S0378-5122(09)00037-1
doi:10.1016/j.maturitas.2009.01.012
© 2009 Elsevier Ireland Ltd. All rights reserved.
Maturitas. 2009 Jul 20;63(3):213-9. Epub 2009 May 31.
http://www.maturitas.org/article/S0378-5122(09)00037-1/abstract
The role of testosterone in the management of hypoactive sexual desire disorder in postmenopausal women.
Krapf JM, Simon JA.
The George Washington University, 2150 Pennsylvania Ave, NW #6A429, Washington, DC 20037, USA. jkrapf@gwu.edu
At least 16 million women over the age of 50 currently experience low sexual desire, with approximately 4 million women exhibiting hypoactive sexual desire disorder (HSDD). Although early research established that testosterone therapy improves sexual desire in postmenopausal women, safer and more efficacious administration routes were explored. Large randomized, double-blinded placebo-controlled studies demonstrate that transdermal testosterone improves sexual function and activity in postmenopausal women with HSDD. Large multi-center Phase III trials further confirm the positive effects of the testosterone patch in the treatment of HSDD. More recent studies are exploring the utility of testosterone gels. Based upon data from two recent clinical relevance studies, physicians can be reassured that postmenopausal women with HSDD report a meaningful benefit with testosterone therapy, and further, women will only continue therapy if they experience a meaningful benefit. Although most trials combined testosterone with estrogen/progesterone therapy, the recent APHRODITE trial examined testosterone alone, showing increased sexual desire with mild adverse events. Concerns regarding the long-term safety profile of transdermal testosterone must be addressed before the FDA will approve a testosterone product for women. Although some fear an increased risk of breast cancer with exogenous testosterone administration, recent studies support the idea that androgens can play a role in suppressing the proliferative effects of estrogen and progesterone. Long-term safety data is now being collected and analyzed and Phase III trials focusing on long-term risks are underway. In the meantime, transdermal testosterone appears to be a safe and effective therapy for postmenopausal women with HSDD [Swanson S, DeRogatis L, Snabes M, Simes S, Zborowski J. Treatment of HSDD in surgically menopausal women: a newly initiated Phase III, randomized, double-blind, placebo-controlled, multi-center study of the safety and efficacy of LibiGel. Presented at the Annual Meeting of the International Society for the Study of Women's Sexual Health, February 22-25, Orlando, FL; 2007].
PMID: 19487090 [PubMed - indexed for MEDLINE]
Estradiol and Testosterone Levels Are Lower after Oophorectomy than after Natural Menopause
Karger
Vol. 30, No. 1, 2009
Catharina M. Korsea, Johannes M.G. Bonfrera, Marc van Beurdenc, René H.M. Verheijend, e, Matti A. Rookusb
Departments of
aClinical Chemistry,
bEpidemiology, and
cGynecological Oncology, The Netherlands Cancer Institute-Antoni van Leeuwenhoek Hospital, and
dDepartment of Gynecological Oncology, Free University Medical Centre, Amsterdam, and
eDepartment of Reproductive Medicine and Gynecology, University Medical Centre, Utrecht, The Netherlands
Address of Corresponding Author
Tumor Biol 2009;30:37-42 (DOI: 10.1159/000199449)
Abstract
Objective: The aim of this study was to compare hormone levels between women who became postmenopausal after a prophylactic bilateral salpingo-oophorectomy, and women who became postmenopausal in a natural way. Methods: In this cross-sectional study, we investigated estradiol, testosterone, SHBG, IGF-1 and IGFBP-3 levels in 35 surgically and 40 naturally postmenopausal women. Results: Serum samples were drawn at a mean age of 45.9 years for women with surgical menopause and at 56.5 years for women with natural menopause. Mean estradiol levels declined 1.4 pmol/l per year in both menopausal groups, however, at an 11.1 pmol/l lower level for women with surgical menopause. Testosterone levels of naturally postmenopausal women remained stable at a level of 0.89 nmol/l, while testosterone levels of the surgically postmenopausal women declined 0.04 nmol/l per year. Conclusions: For IGF-1, IGFBP-3 and SHBG, no differences were found between surgically and naturally postmenopausal women. Lower estradiol levels of surgically as compared to naturally postmenopausal women seem to be fully explained by the earlier onset of menopause in combination with the same age-related decrease. However, a decrease in testosterone levels seems to occur in oophorectomized women only, suggesting postmenopausal activity of ovaries in situ.
Copyright © 2009 S. Karger AG, Basel
Article Information
Received: October 1, 2008
Accepted after revision: December 12, 2008
Published online: February 5, 2009
Number of Print Pages : 6
Number of Figures : 1, Number of Tables : 2, Number of References : 23
http://content.karger.com/ProdukteDB/produkte.asp?Aktion=ShowFulltext&ArtikelNr=199449&Ausgabe=244097&ProduktNr=224124

