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 Androgene bei der Frau.

Präsentation von Dr. Buvat, Versailles 2009: "Androgènes chez la femme - effets systémiques"

 

http://www.sfms.fr/prod/super/cube/files/2009-Versailles-Buvat.pdf

 

Androgentherapie bei der Frau: Dr. Claude Ribot, 2002

Androgénotherapie chez la femme

Unité Ménopause et Maladies Osseuses Métaboliques, Service d’Endocrinologie CHU Rangueil TOULOUSE

Vereinigung Menopause und Metabolische Knochenerkrankungen, Endokrinologischer Service, Universitätsspital Rangueil Toulouse

 

http://www.s-m-r.org/medias/2002/androfemme.pdf?PHPSESSID=a2d385af72b2dda44a245b7665ced4fb

 

 

 

 Probleme nach Ovarektomie - dieser Artikel auf Deutsch stammt aus 2008
Auch Frauen brauchen ihr Testosteron


WIEN - Frau B. musste sich wegen eines unklaren Adnextumores einer kompletten Ovarektomie und anschließenden Chemotherapie unterziehen. Die Entfernung der Eierstöcke hatte bei der erst 23-jährigen Patientin ein ausgeprägtes klimakterisches Syndrom zur Folge. Jedoch, sämtliche Hormontherapien schienen wirkungslos gegen die Beschwerden, und die junge Frau war entsprechend verzweifelt, als sie in der Praxis von Dr. Anneliese Schwenkhagen, Gynäkologin in Hamburg, vorstellig wurde. Konnte die Kollegin ihr helfen?

Diese Fallgeschichte, welche Dr. Anneliese Schwenkhagen zum Thema „Prämenopausale Ovarektomie“ aus ihrer Praxis präsentierte, zeigte, wie wichtig es bei solchen Patientinnen ist, sämtliche hormonelle Aspekte zu berücksichtigen.

„Als die junge Frau zu mir kam, machten ihr alle klimakterischen Symptome zu schaffen, die es nur geben kann, von Hitzewallungen und Schweißausbrüchen bis zu Unwohlsein, Depressionen und sexuellem Desinteresse. Sie hatte sämtliche Hormontherapien durch, und ein Östrogenmangel war auszuschließen.“ Die Patientin hatte insofern noch Glück im Unglück, da sie in einer stabilen, guten Partnerschaft lebte, und eine Arbeit hatte, die ihr Spaß machte. Den Faktor der Kinderlosigkeit hatte sie akzeptiert. Wo lag das Problem?

Brutal in den Wechsel gestoßen
Zur Lösung des Falls müsse man sich grundsätzlich einmal vergegenwärtigen, was eine Ovarektomie für den weiblichen Körper bedeute, so Dr. Schwenkhagen. „Die Frau wird ziemlich brutal in den Wechsel gestoßen.“ Während es im Verlauf der natürlichen Menopause zu einem allmählichen Rückgang der Geschlechtshormonkonzentration kommt und Symptome ebenso allmählich und variabel auftreten, kommt es bei der chirurgisch induzierten Menopause zu einem plötzlichen, steilen Abfall der Hormonkonzentrationen mit wesentlich stärkeren Beschwerden.

Ein Verlust der Ovarien bedeutet auch einen Verlust jener Organe, die einen nicht unwesentlichen Teil des Testosterons produzieren. „Auch Frauen brauchen ihr Testosteron“, bringt die Gynäkologin jenes Hormon in Erinnerung, auf das beim weiblichen Geschlecht gern vergessen werde.

Testosteron wird je nach Lebensphase verschieden intensiv produziert.

So stammt bei jungen Frauen ein Viertel des gesamten Anteils aus den Nebennierenrinden, ein weiteres Viertel steuern die Ovarien bei, und der Rest entsteht durch Konversion von Östradiol im Fettund Muskelgewebe.

In der Postmenopause ändert sich dann die Aufteilung: der Konversionsanteil geht auf 40 % zurück, die adrenale Ausschüttung sinkt sogar auf 10 % ab. Dafür werden die Eierstöcke zum wichtigsten Produzenten von Testosteron:

50 % des im Blut zirkulierenden Hormons stammt jetzt aus den Ovarien!

 

Sexualprobleme als Leitsymptom
Nach einer kompletten Ovarektomie fällt der Testosteronspiegel auf etwa die Hälfte ab - mit oft gravierenden Folgen, denn „Testosteronmangel wirkt breit“. Eines der Symptome - man könnte es fast „Leitsymptom“ nennen - ist die Veränderung der Sexualität. Man spricht auch von HSDD = Hypoactive Sexual Desire Disorder, definiert als ständiger oder wiederholter Mangel an sexuellen Gedanken und/oder der Bereitschaft zu sexuellen Aktivitäten, wobei die Betroffenen oder ihre Beziehungen darunter leiden. Ein Symptom freilich, über welches selten gesprochen wird.

Dr. Schwenkhagen: „Zum einen ist das Thema für Patientinnen oft schambesetzt. Zum anderen ist es natürlich auch eine Frage der Wertigkeit. Sexualstörungen sind sicher nicht top auf der Liste. Da kommen zuerst einmal Schlafstörungen und Hitzwallungen.“

Studien zeigten freilich, dass Frauen mit beidseitiger Ovarektomie bezüglich der sexuellen Parameter im Vergleich mit gesunden Kontrollpersonen signifikant schlechtere Werte hatten. Wobei eine Östrogentherapie die Libido nicht zurückbringe, merkt die Expertin an. Das könne aber sehr wohl eine Testosteronsubstitution.

Hormon erhöht Lebensqualität
Bei der besagten Patientin brachte ein Testosteronpflaster mit 300 μg/Tag eine signifikante Besserung der Beschwerden, und auch mit dem Sex lief es wieder besser. „Man darf sich von solch einer Testosteronbehandlung nicht erwarten, dass der Sex sofort wieder großartig wird. Es passiert langsam, es sind Kleinigkeiten, die sich zunächst verändern. Und sei es nur, dass sich die Frau wieder einmal hübsche Dessous für sich kauft.“

Dr. Schwenkhagen beklagt, dass sich die meisten Studien zu diesem Thema nur auf die Sexualität fixieren, denn auch andere Parameter wie die Stimmungslage und das allgemeine Wohlgefühl können sich durch die Testosteronbehandlung bessern. Die im Übrigen auch für gesunde postmenopausale Frauen bei Wechselbeschwerden mit HSDD-Symptomatik eine Therapieoption ist.

Wie steht es nun mit den Nebenwirkungen Richtung Androgenität? „Was man beobachtet hat, waren eine etwas fettigere Haut, eine tiefere Stimme und etwas Akne. Aber insgesamt überwiegt der große Benefit“, resümiert Dr. Schwenkhagen.

Eine Frage bleibt aber unbeantwortet, nämlich jene nach dem Mammakarzinom-Risiko: „Man kann hier ehrlicherweise keine klare Antwort geben. Es gibt Daten, die auf ein größeres Risiko schließen lassen, und es gibt Daten, die das widerlegen. Der vorsichtige Schluss muss zu diesem Zeitpunkt lauten: Man kann ein erhöhtes Risiko nicht ausschließen.“ SCH

Gemeinsamer Kongress der Austrian Society for Sexual Medicine und der Deutschen Gesellschaft für Sexualmedizin und Sexualtherapie „Ganz Frau - Ganz Mann“, November 2008

 

Androgenmangel


Vermehrt:

Hitzewallungen
Schlafstörungen
Depression
Kopfschmerzen
Verringert:

alles rund um den Sex: Lust, Fantasien, Erregung, Vergnügen
vaginale Vasokongestion
Schambehaarung
Knochenmasse, Muskeldichte
Lebensqualität

 

http://www.medical-tribune.at/dynasite.cfm?dsmid=83632&dspaid=765999


 

 

TESTOSTERON FÜR FRAUEN - dieser Artikel aus Frankreich stammt bereits aus 2002!


Deshalb ist die beidseitige Eierstockentfernung nicht dasselbe wie die Wechseljahre!!!


http://www.lesjta.com/article.php?ar_id=26

 

Betreuung der Frau mit risikobehafteter Menopause : die vorzeitige chirurgische Menopause, Platz der Behandlung mittels Androgenen

P. Lopes , P Guichard , M Boudineau et E Mianney

Man spricht von der vorzeitigen Menopause wenn diese vor dem 40. Lebensjahr eintritt. Dies ist die klinische Übersetzung der Ovarialinsuffizienz. Ihre Etiologien sind unterschiedlich und gehen von der Ovarialinsuffizienz, mit oder ohne chromosomale Anomalien, bis zu immunologischen Gründen, iatrogene und infektiöse.

Diese Ovarialinsuffizienz ist vollständig und hat eine offensichtliche Diagnostik wenn sie chirurgischer Natur ist.

Die funktionelle Prognose ist in diesem Fall besonders schlecht.

Sie hat organische Konsequenzen zur Folge, von langfristigem Östrogenverlust, der vor allem Knochen und das Kardiovasculäre System betrifft und erfordert daher eine frühzeitige therapeutische Betreuung, die dem Hormondefizit angepasst ist, das nicht nur ausschließlich die Östogen-PRogestative betrifft.

 

3 Fragen stellen sich bei einer chirurgischen Menopause:

 

· Erlaubt der Kastrationsgrund eine Hormontherapie?

· Existiert ein Androgendefizit das eine vollständigere Hormonsubstitution erfordert?

· Wie gelingt es eine exzellente Beobachtung zu gewährleisten um die Patientin nicht den Risiken von Hormonmangel

auszusetzen?

 

Die Assoziation einer Androgensubstitution stellt sich auch bei den ovarektomierten Frauen.

Androgenwerte bei der ovarektomierten Frau.

Die Androgene der Frau werden von den Nebennieren und den Ovarien synthetisiert und produziert. Das Ovar ist für die Synthese von ca. 50% des Testosterons verantwortlich.


Mittlere Hormonkonzentrationen der Androgene und ihrer Vorläufer in der Prä- und Postmenopause

Schifren [20] hat die Resultate der Hormonwerte bei kastrierten Frauen erhoben :

Man sieht dass die Normen vor der Menopause beträchtliche Abweichungen haben und dass die Kastration das freie Testosteron verringert.

 

Das Syndrom der Androgenabnahme (SDA) bei der menopausalen Frau
Das Syndrom der Androgenabnahme bei der Frau ist nicht spezifisch aber der Arzt muss auf mehrere Zeichen achten, vor allem wenn keine Hormonsubstitution erfolgt:

a) Funktionelle Anzeichen wie Vitalitätsrückgang, mangelndes Wohlbefinden, Kraftlosigkeit und Ermüdbarkeit.

b) Beschwerden des Verhaltens: Anxiodepressives Syndrom, Verlust des Selbstwertgefühls

c) körperliche Veränderungen wie das Dünnerwerden und der Verlust der Schambehaarung, Genitalatrophie, wo die Behandlung mit Östrogen-Progestativen keine Wirkung zeigt,

Verringerung der Muskelmasse, der Muskelstärke und des Muskeltonus, Anomalien bei der Fettverteilung.

d) Sexuelle Beschwerden: Verlust des Verlangens, der Fantasien und der erotischen Träume, eine Verminderung der Erregbarkeit, der Orgasmusfähigkeit, Verringerung der sexuellen Aktivität.

Die Assoziation all dieser Anzeichen und die Unveränderlichkeit durch die Hormonsubstitution müssen das SDA in Betracht ziehen.

Der Zweck der Androgene bei der menopausalen kastrierten Frau (abgesehen von der Sexualität)

Ebenso wie die Indikation für Testosteron beim Syndrom der Androgenabnahme beim Mann diskutiert wird, können die

Androgene interessant für gewisse Indikationen sein:

 

-- Die Hormontherapie ermöglicht eine Verbesserung der BVM (vasomotorische Hitzewallungen) oder deren Beseitigung. Generell werden mehr als 90% der BVM mittels Östrogenen unter Kontrolle gebracht. Im Fall von unzureichender Hormonsubstitution könnte der Zusatz von Androgenen die Wirkung der Behandlung verbessern. [5].

-- Die Androgene verbessern den Allgemeinzustand in dem sie die Ermüdbarkeit und die Kraftlosigkeit durch ihre anabolische Wirkung vermindern

-- Ihre Wirkung auf die Schlaflosigkeit, die Depression, das Gefühl des Wohlbefindens verdienen eine komplementäre Würdigung der Androgene.

-- Die Erhöhung der DMO (Knochendichte)

 

Gewisse Progestative mit androgenen Auswirkungen (NETA) verbessert im Verhältnis zu alleinigen Östrogenen, die Aufrechterhaltung oder die Erhöhung des Gehaltes der Knochenminerale

Die Androgene haben auch eine positive Wirkung auf den Knochen in dem sie Knochenumformung hemmen.

Das Testosteron erhöht die Knochendichte und verändert die Knochendichtemarker

Die Verbesserung der Libido und der Sexualität [19].

Sherwin und Gelfand [21 sind seit 1987 glühende Verfechter der Rolle der Androgene um die sexuellen Funktionen der menopausalen Frau zu verbessern. Mehrer randomisierte Studien haben die Wirksamkeit der Androgene in der Behandlung von Zeugungsinsuffizienz gezeigt. . [4]

5/10

Die aktuelle Studie von Schifren [20] bestätigt diese Verwendung bei ovarektomierten Frauen mit Androgeninsuffizienz. Es handlet sich um eine randomisierte Studie das ein Testosteronmatrixpflaster mit Placebo vergleicht. Das Pflaster setzte 150 oder 300 μg Testosteron täglich frei.

Die Resultate der Studie wurden vom BISF (Brief Index of Sexual Functionning for women) und vom PGWBI (Psychological general well being Index) evaluiert.

- Die Verbesserung der Libido, der Häufigkeit der sexuellen Kontakte, die Verbesserung der sexuellen Dysfunktionen ist bewiesen, aber man muss auch den Placeboeffekt unterstreichen (signifikante Verbesserung der sexuellen Indexe in 12 Wochen)


 http://www.medical-tribune.at/dynasite.cfm?dsmid=100535&dspaid=820629

 Serie Sexualmedizin (4):


Das unterschätzte Testosteron der Frau


WIEN - In dieser Folge der MT-Serie zur Sexualmedizin geht es um die faszinierende Welt der sexualrelevanten Hormone, und zwar zunächst um die der Frau. Obwohl klar ist, dass Hormone nicht alleine für eine ungestörte Sexualfunktion verantwortlich sind, erfüllen sie zweifellos eine wichtige Aufgabe. Was die Wissenschaft darüber weiß und was noch nicht, verrät Univ.-Prof. DDr. Johannes Huber, Leiter der Abteilung Gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin an der Wiener Universitätsfrauenklinik, im Gespräch mit Medical Tribune.

MT: Wie wichtig finden Sie sexualmedizinisches Basiswissen für den Allgemeinarzt bzw. für die niedergelassene Praxis?
Prof. Huber: Die Sexualität ist eine besondere Form der Kommunikation zwischen Menschen. Wie bei anderen Kommunikationsmethoden kann es aber auch hier Probleme geben, die man lösen muss. Deswegen ist die Betreuung von Frauen und Männern, deren Sexualität z.B. durch Krankheiten leidet, besonders wichtig. Das wurde leider in der Medizin in den vergangenen Jahren zu wenig thematisiert und man muss daher froh sein, dass man jetzt Möglichkeiten hat, diese Patienten zu betreuen und ihnen weiterzuhelfen.

MT: Eines der Themen der neuen sexualmedizinischen Grundausbildung der Akademie für Sexuelle Gesundheit (AfSG) sind die „Sexualrelevanten Hormone der Frau“. Welche sind für eine ungestörte Sexualfunktion bedeutsam?
Prof. Huber: Das sind die drei Hauptgruppen, die der Eierstock bildet: Erstens das Progesteron, das Gelbkörperhormon, das in der zweiten Zyklusphase gebildet wird. Dann das Östrogen, das der Eierstock kontinuierlich bildet. Und drittens vor allem - das hat man lange übersehen - die männlichen Hormone, das Testosteron, die auch vom Körper der Frau hergestellt werden, und zwar in großen Mengen. Wenn die Androgene fehlen, dann gibt es ebenfalls Probleme mit der Libido.

MT: Welche Aufgaben haben diese Hormone genau?
Prof. Huber: Das Östrogen ist quasi für die Hardware der Sexualität verantwortlich: für die Konsistenz und Befeuchtungsfähigkeit der Scheidenschleimhaut und für die Stickstoffmonoxid- Bildung, was für die Erektion und für den Orgasmus wichtig ist. Das Progesteron hat schon eher Dimensionen der Zuneigung und das Testosteron ist im Prinzip das Hormon der Libido und hat für die Fortpflanzung einen ganz wichtigen Aspekt. Das sieht man schon daran, dass das Testosteron nur einmal im Monat, am Tag des Eisprungs, massiv ausgeschüttet wird. Dieses Hormon soll nun die Frau zu diesem Zeitpunkt besonders mit einer Libido ausstatten, weil in der Evolution die Sexualität natürlich - neben der Kommunikation - schon auch die Aufgabe hat, die Art zu erhalten.

MT: Was hat es mit den Hormonen Oxytocin und Vasopressin auf sich?
Prof. Huber: Neben den Eierstockhormonen gibt es die große Familie der Neurotransmittoren. Hier weiß man in erster Linie vom Oxytocin, dass es ein Bindungshormon, ein Zuneigungshormon ist. Es wird im Hypophysen-Hinterlappen gebildet und interessanterweise massiv beim Sexualverkehr ausgeschüttet, aber auch beim Orgasmus - bei beiden Geschlechtern. Es dient der Bindung zwischen den beiden Partnern. Das hat auch eine evolutionäre Bedeutung, weil bei manchen Arten eine länger andauernde Bindung einen größeren Vorteil für das Kind darstellt und es damit letzten Endes ebenfalls der Erhaltung der Art dient. Das Vasopressin wird genauso wie das Oxytocin im Hypophysen- Hinterlappen gebildet. Es hat an sich einen blutdruckregulierenden Effekt. Nachdem aber diese beiden Hormone in der Evolution aus dem gleichen Precursor entstanden sind, gibt es übergreifende Wirkungen, sodass das eine das andere mitträgt.

MT: Gibt es bei den Bindungshormonen Unterschiede zum Mann?
Prof. Huber: Der Mann tickt da nicht viel anders, wobei man natürlich sagen muss, dass sich bei der Frau mehr im Kopf abspielt, weil sie die Zuneigungskomponente möglicherweise stärker als der Mann sieht. Die Sexualität der Frau ist nicht nur auf die Erektion der Klitoris konzentriert - so wie es die Erektion des Gliedes beim Mann ist -, sondern sie hat viel mehr seelische Komponenten involviert. Bei der Frau ist die Sexualität also nicht nur im Genitaltrakt, sondern auch im Gehirn beheimatet. Allerdings muss man fairerweise sagen, wirklich gut untersucht ist das nur bei Mäusen. Denn man kann bei Menschen schlecht beim Geschlechtsverkehr Blutabnahmen durchführen und das Oxytocin messen, wiewohl wir das gemacht haben. Wir haben also bei der Frau unmittelbar nach dem Orgasmus - Sekunden danach - den Oxytocinspiegel gemessen und gesehen, dass der wirklich ansteigt. Nur gibt es hier noch sehr wenige Daten zum Menschen.

MT: Wie viel weiß man denn insgesamt über die sexualrelevanten Hormone der Frau, gibt es noch viel Unerforschtes?
Prof. Huber: Auf dem Gebiet der Neurotransmittoren ist vieles noch nicht bekannt. Die Forschung hat allerdings einen Impuls durch die Tatsache bekommen, dass viele Frauen auch in der zweiten Lebenshälfte ihre Sexualität leben wollen, aber durch die Menopause hier große Probleme haben können. Die Forschung hat sich daher angeschaut, welche Hormone defizitär werden und dann letzten Endes für den Libidoverlust mitverantwortlich sind. Aber es gibt noch viel zu tun. Vor allem der Konnex des Eierstocks zum Gehirn ist noch unerforscht.

MT: Welche Erkrankungen, Störungen und Faktoren gibt es, die speziell die Sexualhormone der Frau beeinflussen und Sexualstörungen verursachen?
Prof. Huber: Wenn der Frau frühzeitig die Eierstöcke entfernt werden, kann das zu großen Problemen in der Libido führen. Unabhängig davon gibt es manchmal Frauen, die von Haus aus einen geringeren Testosteronspiegel haben, auch das kann mit Gewichtszunahme und Libidoverlust einhergehen. Ein anderer Faktor ist natürlich der dramatische Hormonwechsel in der Menopause, also alles, was die Eierstockaktivität reduziert. Wenn z.B. durch Bestrahlungen oder auch durch eine Anorexie oder Bulimie plötzlich der Eierstock nicht mehr arbeitet, kann das ebenfalls zu Sexualproblemen führen. Wobei man schon sagen muss, dass die Sexualität nicht nur von den Hormonen, sondern von vielen Faktoren abhängig ist - von der Partnerschaft, vom Frieden, den man zuhause hat, auch vom Stress, dem man den ganzen Tag ausgesetzt ist. Die Hormone sind zwar ein sehr wichtiges Segment, die Sexualität ist aber mehr als nur eine Mechanik, eine Kopulation. Sexualität ist ein personaler Akt. Wenn man über Sexualität redet, dann soll man daher auch vor allem die jungen Menschen darauf aufmerksam machen, dass sie mit der Sexualität auch sehr viel Verantwortung für einen anderen Menschen übernehmen.

MT: Welche Patientinnen sollen in der Praxis auf mögliche Hormonstörungen angesprochen werden?
Prof. Huber: Wenn z.B. Patientinnen sagen, sie haben diesen berühmten Schwimmreifen, also spezielle Gewichtsveränderungen, oder wenn sie sagen, dass die Brust größer wird. Dann soll man das schon in der Anamnese erfragen - v.a. bei all jenen Frauen, bei denen man den Verdacht auf einen Androgenmangel hat. Ich finde es sogar sinnvoll, diese Frage überhaupt in die gynäkologische Anamnese aufzunehmen.
In der allgemeinmedizinischen Praxis ist man natürlich darauf angewiesen, ob die Frau Hinweise gibt, dass hier unter Umständen ein Problem besteht. Routinemäßig ansprechen würde ich es aber eher nur in der gynäkologischen Sprechstunde und in der psychotherapeutischen und psychosomatischen Sprechstunde. Hat man den Eindruck, dass eine Hormonstörung vorliegt, dann ist es sicher sinnvoll, die Hormone zu untersuchen. Wenn man den Eindruck hat, dass hier partnerschaftliche oder psychosomatische Probleme vorhanden sind, dann soll man eine psychosomatische Abklärung durchführen.

MT: Danke für das Gespräch!

Interview: Mag. Anita Groß
Bild
© MMA, Medical Tribune • 41. Jahrgang • Nr. 37/2009

 

 

 

Männliche Hormone für weibliche Lust

Es kommt plötzlich und unerwartet: Von einem Tag auf den anderen sind die Hormone auf dem Sinkflug und das Liebesleben liegt brach. Die Lust ist dahin, der Verkehr nur noch schmerzhaft, und an Orgasmus garnicht erst zu denken. Was sich nach klassischen Wechseljahren-Symptomen anhört, sind die Auswirkungen einer Totaloperation. In Deutschland müssen sich jedes Jahr etwa 20.000 Frauen diesem Eingriff unterziehen ­ meist nach einer Krebserkrankung. Danach ist ihr Leben auf den Kopf gestellt. Denn die verminderte Produktion von Sexualhormonen, die sich während der biologischen Menopause langsam über die Jahre einschleicht, wird bei der Entfernung von Gebärmutter und Eierstöcken als abrupter Umsturz erlebt.

Um den bekannten Wechseljahreserscheinungen ­ Hitzewallungen, Schlafstörungen, Nervosität oder Depressionen ­ entgegen zu wirken, erhalten Frauen nach der Ovarektomie üblicherweise ein Östrogen-Gel. Den Mangel an Testosteron konnte man bis vor kurzem nicht ausgleichen, es fehlte eine geeignete Therapie. "Wir haben es mit Präparaten versucht, die für Männer entwickelt worden waren, erklärt Dr. Anneliese Schwenkhagen vom Gynäkologicum in Hamburg auf einer Pressekonferenz. "Aber die hatten zu viele Nebenwirkungen. Frauen bekamen Akne, auf dem Kopf fielen ihnen die Haare aus, dafür wuchsen sie vermehrt im Gesicht ­ keine wirkliche Lösung.

Doch damit blieben die Patientinnen mit ihrem Problem allein
Hier drängt sich die Frage auf: Wofür brauchen Frauen überhaupt männliche Sexual-Hormone? Testosteron hat tatsächlich eine ganze Reihe von Funktionen.
So ist es wichtig für die Bildung der Knochen- und Muskelmasse, der Durchblutung, den erholsamen Schlaf und viele andere Vorgänge im Organismus ­ im männlichen wie im weiblichen. Vor allem aber fördert Testosteron das Lustempfinden. Im Körper der Frau wird es in der Nebennierenrinde, im Fettgewebe, vor allem aber in den Eierstöcken gebildet ­ auch über die Menopause hinaus. Nach der Ovarektomie fallen sie jedoch als Produzenten aus, der Testosteronspiegel sinkt innerhalb kürzester Zeit um die Hälfte ab.

Dadurch kommt es zum teilweisen oder gänzlichen Verlust der Libido
"Sexuelle Funktionsstörungen bei der Frau sind komplex³, erklärt Professor Johannes Bitzer von der Universitäts-Frauenklinik Basel. "Oft wirken biologische, psychologische und zwischenmenschliche Faktoren zusammen. So kommt zu Erregungsstörungen und mangelnder Lust oft noch die psychische Belastung hinzu: Verwirrung und Verzweiflung über die eigene "Unfähigkeit und den vermeintlichen Verlust der Weiblichkeit stürzen die Frau in tiefe Selbstzweifel. Schuldgefühle dem Partner gegenüber wechseln mit der Angst, von ihm verlassen zu werden. Die Flucht vor der Sexualität zieht dauernde Selbstbeobachtung, Anspannung, Verkrampfung sowie Unzufriedenheit mit dem eigenen Körper nach sich. Und letztlich steht der Wunsch, dass alles wieder gut, alles wieder wie früher werden soll, im krassen Gegensatz zur Realität.

"So eine Sexualstörung kann eine starke negative Auswirkung auf Lebensqualität und Partnerschaft haben, so Professor Bitzer
Jetzt scheint dem Problem vorerst ein Ende gesetzt zu sein: Im Juni letzten Jahres wurde das erste Testosteronpflaster speziell für Frauen mit Ovarektomie zugelassen, seit etwa einem Monat ist es auf dem Markt. Es ist niedrig genug dosiert, um die Nebenwirkungen zu minimieren, und enthält gerade so viel Wirkstoffe, wie die Frau braucht, um ihren Androgenspiegel stabil zu halten ­ etwa 300 Mikrogramm pro Tag. Das ist etwa so viel, wie der Körper einer Frau nach der Menopause selbstständig produziert. Das Testosteron aus dem Pflaster, das über die Haut in die Blutbahn gelangt, ist mit dem körpereigenen der Frau identisch und wird aus Pflanzen gewonnen.


Partnerschaft leidet zusätzlich
Libidomangel oder Libidoverlust geht meistens einher mit Müdigkeit, Abgeschlagenheit, latenter Traurigkeit und Antriebsarmut. Die betroffenen Frauen haben kein Interesse an Sex, sie vermeiden die Nähe zu ihrem Partner und ziehen sich zurück. Starker Leidensdruck entsteht oft erst dadurch, dass die Partnerschaft bedroht ist, trotzdem fanden die Betroffenen keine Lösungsmöglichkeiten für ihr Problem.
©Red. gesundheit.com/Linda Amon/Fotos:Procter&Gamble


http://www.gesundheit1.de/de/medizin/1/n-7250127-intrinsa.htm

 

Androgeninsuffizienz der Frau:

Das Androgendefizit ist auch bei der Frau ein viel zu wenig beachtetes Syndrom

Testosteron und Dihydrotestosteron sind auch bei der Frau die potentesten Androgene. Die Präkursoren dieser Hormone sind Dehydroepiandrosteron (DHEA), Dehydroepiandrosteronsulfat (DHEAS) und Androstendion; sie haben eine wesentlich schwächere androgene Potenz als Testosteron und Dihydrotestosteron (Tab. 1).

Bei der Frau werden die Androgene in den Ovarien und in den Nebennierenrinden (NNR) gebildet (Tab. 2). Ein großer Teil der von der Frau produzierten Mengen an Testosteron und Dihydrotestosteron wird aber auch in peripheren Geweben, vor allem in der Haut aus den Präkursoren synthetisiert. Diese Mengen können nicht als zirkulierendes Testosteron (T) oder Dihydrotestosteron (DHT) gemessen werden.

DHEA und DHEAS sind adrenale Präkursoren von T und DHT. DHEA wird allerdings zu einem geringen Anteil auch in den Ovarien gebildet (Tab. 2).

 

Produktion und Funktion der Androgene

Die Sekretion der Androgene erfolgt pulsatil im zirkadianen Rhythmus, wobei das Maximum von Testosteron nachts um 4 Uhr und das Maximum von DHEA und Androstendion morgens um 7 Uhr erreicht wird. Die niedrigsten Konzentrationen liegen in etwa gegen Mitternacht vor (Lejeune-Lenain et al., 1987).

DHEA und DHEAS stellen die größte Menge der zirkulierenden Sexualsteroide beim Menschen. Bezieht man die periphere Androgensynthese mit in die Betrachtung ein, so ist die Tagesmenge an produzierten Androgenen bei der Frau höher, als man allgemein erwartet. Sie entspricht in etwa 66% der beim Mann produzierten Tagesmenge (Labrie et al., 2000): 25% des Testosterons werden bei der Frau in den Ovarien, 25% in den NNR und 50% aus Vorstufen in der Peripherie gebildet (Tab. 2).

Die Persistenz eines hohen Testosteronspiegels im Blut postmenopausaler Frauen beruht auf der andauernden endokrinen Funktion der postmenopausalen Ovarien, u.a. aber auch weiterhin auf der peripheren Konversion der adrenalen Androgenvorstufen DHEA und DHEAS zu Testosteron (Labrie et al., Loncope et al., Zumoff et al.).

Auch Testosteron selbst kann als zirkulierendes Prohormon verstanden werden, da es im Gewebe entweder in seine Wirkform 5a-Dihydrotestosteron oder aber in Estradiol (E2) metabolisiert werden kann (Simpson, 2002).

Testosteron zirkuliert im peripheren Blut zu etwa 66% gebunden an das Sexualhormon-bindende Globulin (SHBG) und zu etwa 33% locker gebunden an Albumin. Lediglich 1 bis 2% des zirkulierenden Testosterons liegen in freier Form vor. Das bioverfügbare Testosteron umfasst das nicht an SHBG gebundene Testosteron, also das freie Testosteron, sowie den an Albumin gebundenen Anteil. Welche klinische Relevanz der Messung des bioverfügbaren Testosterons zukommt, ist jedoch bislang nicht klar (Davis and Burger, 2003).

Die Testosteronspiegel im Blut reflektieren nicht eindeutig den Übergang zur Peri- und Postmenopause. Allerdings kommt es zwischen dem 20. und 40. bis 45. Lebensjahr zu einem Abfall sowohl des freien als auch

des Gesamt-Testosterons um 50%. Danach nehmen die zirkulierenden Testosteronkonzentrationen nur noch gering ab (Zumoff et al., 1995).

Die Oophorektomie geht bei postmenopausalen Frauen mit einem Abfall des Testosteronspiegels um 50% einher (Rabinovici et al., 1992). Bei prämenopausalen Frauen wird dieser Abfall nach Oophorektomie bereits vom 9. Tag post operationem an sichtbar, und zwar sowohl bei Frauen mit einem Body-mass-Index (BMI) >25 als auch bei Frauen mit einem BMI <25 (Abb. 1).

Mit der Adrenarche setzt die verstärkte DHEAS-Sekretion der NNR ein. Der DHEAS-Spiegel erreicht kurzzeitig einen Peak, um danach stetig bei beiden Geschlechtern abzufallen (Abb. 2).

DHEA hat eine bedeutende Funktion als „Sprungbretthormon" im Hinblick auf die menschliche Sexualität, und zwar mit größerer Bedeutung für die Frau als für den Mann. DHEA antagonisiert zudem die Stresswirkung des Kortisols und wirkt psychotrop. Es beeinflusst die Schlafmuster, wobei vor allem die Traumphasen des Schlafs verlängert werden. Ferner stimuliert DHEA das periphere Immunsystem. Und nicht zuletzt wirkt DHEA lipolytisch und antagonisiert vor allem die abdominale Fettspeicherung.

Zusammengefasst lässt sich in etwa feststellen:

 

• Androgene sind nicht nur für die Entwicklung der reproduktiven Funktion und die hormonale Homöostase wichtig, sondern bei Frauen auch die unmittelbaren Vorstufen für die Biosynthese der Estrogene.

• Androgene beeinflussen das Sexualverlangen (Libido), die Knochendichte, die Muskelmasse und die Muskelkraft, die Fettgewebsverteilung, die Stimmung, die Tatkraft (Energie) und das psychische Wohlbefinden. Imbalancen in der Androgenbiosynthese oder im Androgenmetabolismus können somit auch bei Frauen unerwünschte Auswirkungen in zahlreichen Funktionen haben.

• Androgene wirken in zahlreichen Geweben über ihre spezifischen Rezeptoren, so z.B. im Hypothalamus und im limbischen System, im Knochen, in den Mammae, in den Haar-Talgdrüsen-Einheiten, in der Skelettmuskulatur sowie in den Fett- und Genitalgeweben. Testosteron, Dihydrotestosteron und DHEA entfalten ihre Wirkung am Knochen direkt und Testosteron und DHEA zudem auch nach Konversion zu Estradiol und Estron.

• Störungen oder Mängel in der Androgensynthese können zu erheblichen Beeinträchtigungen des Wohlbefindens der betroffenen Frauen führen und sich als Androgeninsuffizienz-Syndrom manifestieren.


Androgeninsuffizienz-Syndrom

Das Androgendefizit ist ein Syndrom der Frau, das seit langem viel zu selten erkannt wird, obwohl es bereits vor der Princeton-Konsensus-Konferenz im Jahre 2001 mit dem Verlust von Libido und Wohlbefinden charakterisiert wurde (Davis, 2001).

Die Diagnose des Androgeninsuffizienz-Syndroms der Frau beruht nach dem Princeton-Konsensus-Statement 2001 auf drei essentiellen Kriterien (Bachmann et al., 2002):

 

1. Es bestehen entsprechende klinische Symptome.

In erster Linie sind zu nennen: Vermindertes Wohlbefinden, rasche Ermüdbarkeit, Sexualfunktionsstörungen, Abnahme der Libido, vasomotorische Instabilität, Abnahme der Lubri-

kation trotz ausreichender Estrogenisierung, Muskel- und Knochenschwund, Nachlassen der kognitiven Leistungen und des Erinnerungsvermögens.

2. Die Estrogenspiegel der betroffenen Frauen sind normal.

Von einer ausreichenden Estrogenisierung auszugehen ist bei prämenopausalen Frauen mit normalem Zyklus, bei Anwenderinnen von Ovulationshemmern sowie bei postmeno-

pausalen Frauen unter einer Hormonersatztherapie.

3. Die Werte für freies Testosteron liegen im untersten Viertel der Normalwerte fertiler Frauen im Alter zwischen 20 und 40 Jahren.

 

Die klinischen Symptome sind unspezifisch und können bei den unterschiedlichsten Erkrankungen oder Mangelsyndromen auftreten. Die Feststellung der genannten Symptome allein gestattet somit noch nicht, die Diagnose einer Androgeninsuffizienz zu stellen. Ebenso ist die Feststellung niedriger Androgenspiegel keine suffiziente Basis dieser Diagnose, wenn entsprechende klinische Zeichen oder Symptome fehlen. Die Diagnose kann also nur gestellt werden, wenn alle drei o.g. Kriterien erfüllt sind.

Die Ätiologie der Androgeninsuffizienz der Frau ist vielfältig. Anlässlich der Princeton-Konsensus-Konferenz wurden folgende Ursachen aufgeführt:

 

Hypothalamus - HVL: Hypopituitarismus, Sheehan-Syndrom, hypothalamische Amenorrhoe;

Ovarien: Primäre und sekundäre Ovarialinsuffizienz, Zustand nach Chemotherapie, Zustand nach Bestrahlungen im kleinen Becken, Oophorektomie beiderseits;

NNR: Insuffizienz, Adrenalektomie beiderseits;

Pharmaka: Einwirkung von Kortikosteroiden, Antiandrogenen, oralen hormonalen Kontrazeptiva (Ovulationshemmer), oralen Präparaten zur Hormonersatztherapie (HRT);

Idiopathische Faktoren.

 

Die am besten dokumentierten Ursachen der weiblichen Androgeninsuffizienz sind der Hypopituitarismus, die NNR-Insuffizienz, die primäre oder sekundäre Ovarialinsuffizienz und der Zustand nach Oophorektomie beiderseits. Definitionsgemäß

leiden somit alle beidseitig oophorektomierten Frauen an einem Androgendefizit (Lobo, 2001). Die Arbeitsgruppe um Sherwin und Gelfand hat bereits vor 20 Jahren darauf verwiesen, dass ein Androgenmangel insbesondere bei vorzeitigem Klimakterium sowie nach beidseitiger Oophorektomie eintritt.

Außerdem wurden in Studien eine Reihe weiterer, potentieller Ursachen für die Entstehung einer Androgeninsuffizienz benannt. Zu diesen gehören die Anorexia nervosa und verschiedene immunologische Erkrankungen wie die Arthritis rheumatica, der systemische Lupus erythematosus und die HIV-Infektion (AIDS).

Im Einzelnen lässt sich - dementsprechend - feststellen:

 

• Unter Anwendung oraler hormonaler Kontrazeptiva wird ebenso wie durch eine Hormontherapie in der Peri- bzw. Postmenopause der SHBG-Spiegel angehoben und dadurch die Bindungskapazität für Testosteron erhöht.

• Ovulationshemmer und hoch dosierte, antiandrogen wirksame Gestagene reduzieren zudem die Steroidbiosynthese in den Ovarien, teilweise auch in den NNR und vermindern somit die Androgensynthese.

• Bei postmenopausalen Frauen, die unter einer Estrogentherapie, d.h. bei ausreichenden Estradiolwerten im Blut unvermindert über vasomotorische Beschwerden, Kopfschmerzen, Depressionen, Antriebsschwäche sowie reduzierte Libido berichten, ist eine Androgeninsuffizienz anzunehmen und auszuschließen (Davis und Tran, 2001).

• Eine Androgeninsuffizienz tritt nicht quasi automatisch als Folge des Klimakteriums ein (Davis and Burger, 2003).

• Das Androgeninsuffizienz-Syndrom der Frau ist u.a. auch durch niedrige DHEAS-Serumspiegel charakterisiert, die durch eine adäquate Substitution mit DHEA korrigiert werden können (Spark, 2002).

 

In separaten Studien mit älteren Frauen, die eine normale NNR-Funktion, aber niedrige DHEAS-Spiegel aufwiesen, konnte gezeigt werden, dass die Substitution mit DHEA einen positiven Effekt auf den Knochenstoffwechsel, die Hydratation der Haut und die Libido ausübt (Baulieu et al., 2000).

Differentialdiagnostisch müssen vor Stellung der Diagnose „Androgeninsuffizienz" nachfolgende Störungen bzw. Erkrankungen ausgeschlossen werden:

 

1. Dysstress (Konflikte),

2. Schilddrüsenerkrankungen (Hypo-, Hyperthyreoidismus),

3. Ausgeprägte metabolische oder Ernährungsstörungen (Eisen- oder Vitamin-D-Mangel) bzw. andere Ursachen für chronische Müdigkeit (z.B. Lyme-Borreliose, chronisches Ermüdungs-Syndrom),

4. Psychische Erkrankungen (Depressionen).

 

Eine Androgeninsuffizienz kann allerdings auch koexistent mit diesen Störungen bzw. Erkrankungen bestehen.

Weitere Forschung ist notwendig, um die Normalwertbereiche für die unterschiedlichen Androgene in den verschiedenen Lebensphasen der Frau (Kindheit, Pubertät, reproduktives Alter, Postmenopause) sowie in den Zyklusphasen in Abhängigkeit von rassischen bzw. ethnischen Besonderheiten festzulegen. Das setzt voraus, dass hochsensible Methoden zur Bestimmung des Gesamt- und des freien Testosterons vor allem im unteren Normalwertbereich für Frauen etabliert werden, deren Ergebnisse auch zwischen den einzelnen Laboren vergleichbar sind (Bachmann et al., 2002).

(Literatur bei den Verfassern.)

 

(Wird fortgesetzt: Therapie bei Androgeninsuffizienz der Frau.)

 

Verfasser: Prof. Dr. med. Gunther Göretzlehner, Rostock, Dr. med. Ulf Göretzlehner, Güstrow, und Dr. med. Hans Uwe Feldmann, Essen

 

Aus gyne 7/8-2004.

Prof. Dr. med. G. Göretzlehner, Rostock.

Dr. med. U. Göretzlehner, Güstrow.

Dr. med. H.U. Feldmann.

Abb. 1: Konzentrationen von Testosteron und Testosteron/SHBG in Abhängigkeit vom BMI bei prämenopausalen Frauen vor sowie am 1., 3., 5., 7. und 9. Tag nach Hysterektomie mit bilateraler Oophorektomie (n=139) (nach G. Göretzlehner et al., 1998).

 

Abb. 2: Altersabhängige Veränderungen der Serumkonzentrationen von DHEAS bei Männern und Frauen (nach N. Orentreich et al., 1984).

http://www.gyne.de/index.php?id=188

FORTBILDUNG + KONGRESS FRAUENARZT n48 (2007) nNr. 3 236

Eine jede Hormontherapie setzt eine
Indikation mit klarer Nutzen-Risiko-
Abwägung voraus. Für die Therapie
mit Androgenen gilt das besonders,
da die Androgene neben den physiologischen
Wirkungen (s. Tab. 1) auch
zu Androgenisierungserscheinungen
führen.
Androgene allein oder in der Kombination
mit Estradiol oder Estradiolvalerat
können immer dann indiziert
sein, wenn die Androgene in den Gonaden
nicht oder nicht mehr gebildet
werden (s. Tab. 2). Die Arbeitsgruppe
um Sherwin und Gelfand
(1-6) hat immer wieder betont, dass
die Androgen-Estrogen-Behandlung
immer dann indiziert ist, wenn anlässlich
einer Operation die Ovarien
mit entfernt werden oder aber es zur
prämaturen Menopause vor dem 35.
Lebensjahr kommt (prämature Ovarialinsuffizienz
= premature ovarian
failure = POF). Die höchste Priorität
für die Androgen-Estrogen-Therapie
besteht demzufolge bei jüngeren Frauen.
Die Androgen-Estrogen-Therapie führt
vor allem zu einer Verbesserung der
Lebensqualität durch Anheben des
Wohlbefindens, der Energie, der Libido
und der Sexualität. Außerdem wird
immer wieder die mögliche Reduzierung
der Inzidenz von Mammakarzinomen
und die Prävention der Osteoporose
hervorgehoben (2-5). Bei
schweren estrogenrefraktären klimakterischen
Beschwerden mit Antriebsarmut,
Lustlosigkeit und Konzentrationsschwäche,
Depressionen sowie
Libidoverlust oder einer Androgeninsuffizienz
während einer ausreichenden
Estrogenisierung im Zyklus,
während der Pillenanwendung oder
einer Hormonersatztherapie im Klimakterium
sind Androgen-Estrogen-
Kombinationen ebenfalls indiziert.
Die Compliance bei der Androgen-
Estrogen-Therapie liegt nach Gelfand
(2) mit 90-95% wesentlich höher als
bei der alleinigen Estrogentherapie,
die sich nach einem Jahr bei etwa
50% befindet. Als Ursache für die
sehr gute Compliance werden eine
bessere Beratung und das Eingehen
auf die Probleme der betreffenden
Frauen genannt. Die eigenen Erfahrungen
ergaben, dass durch die Androgen-
Estrogen-Therapie bei den
meisten Frauen ein „starkes Verlangen“
nach der Fortsetzung der Behandlung
ausgelöst werden kann, das
einzig und allein durch die androgeninduzierten
Effekte besonders auf die
Psyche bedingt ist.
Bei der Therapie gelangen sowohl
transdermal, oral als auch parenteral
wirksame Testosteronester oder DHEA
zur Anwendung. Die transdermale Applikation
wurde wegen der hohen Effektivität
für die Störungen mit vermindertem
sexuellem Verlangen -
Hypoactive Sexual Desire Disorder -
zugelassen (7).
Die Notwendigkeit zur zusätzlichen
Gestagenapplikation bei vorhandenem
Uterus hängt von der Ansprechbarkeit
des Endometriums ab. Sup-
Gunther Göretzlehner
Mit der Verfügbarkeit neuer Präparate ist die Androgentherapie
verstärkt im Gespräch. Sie erfordert jedoch eine besonders
sorgfältige Einstellung und Überwachung, um zu verhindern,
dass neben den erwünschten zugleich unerwünschte Androgenwirkungen
zum Tragen kommen.
HORMONTHERAPIE
Worauf sollte bei einer Androgentherapie
geachtet werden?
Wirkungen der Androgene
Zielorgan/Funktion Androgenwirkung
Leber Proteinsynthesehemmung, besonders von SHBG
Niere Erythropoetin-Stimulation und damit Stimulation
der Erythropoese
Fettverteilung androides Fettverteilungsmuster
Fettstoffwechsel Abfall des HDL-Cholesterols
Anstieg des LDL-Cholesterols
Muskulatur Zunahme der Muskelmasse
Haut Fibroblastenstimulation
Umwandlung von Lanugohaaren in Terminalhaare
Seborrhoe, Akne, Hirsutismus
Skelett Knochenmarkstammzellstimulation
Osteoblastenstimulation
Mamma Atrophie
Uterus-Endometrium Atrophie
Psyche Libidosteigerung
Beeinflussung des Neurotransmitterstoffwechsels
Tab. 1: Neben den erwünschten Wirkungen führen Androgene auch zu Androgenisierungserscheinungen.


http://www.frauenarzt.de/1/2007PDF/07-03/2007-03-goeretzlehner.pdf


Besserer weiblicher Sex durch Testosteron
Positiver Effekt auf Muskulatur und Knochenaufbau

Die Verabreichung von Testosteron hat sowohl einen physiologischen als auch einen psychologischen
Einfluss auf die Sexualität von Frauen. Das hat eine Dissertation
am schwedischen Karolinska Institutet nachgewiesen.
Die Gynäkologin Angelique Flöter Radestad hat die Effekte einer kombinierten Gabe von Testosteron und Östrogen auf Sexualität, Wohlbefinden, die Konsistenz der Knochen und des Körpers auf Frauen untersucht, deren Uterus und Eierstöcke entfernt worden waren.
Frühere Studien haben gezeigt, dass Hormone wie Östrogen und Progesteron günstige Auswirkungen auf die Lebensqualität nach der Menopause haben. Bis jetzt ist aber noch wenig über die Rolle des Testosterons und etwaige Mangelerscheinungen bei Frauen bekannt. Sind beide Eierstöcke entfernt worden, ist die
Testosteron-Produktion um die Hälfte reduziert, was sich auf die
sexuelle Funktion und das Wohlbefinden auswirken kann.
Die Dissertation demonstriert, dass Frauen, die sich für sechs Monate einer kombinierten Behandlung mit Östrogen und Testosteron unterzogen, eine signifikante Verbesserung
hinsichtlich bestimmter Aspekte der sexuellen Funktion erlebten. Weiters zeigt die Arbeit, dass endogenes Testosteron
eine Rolle bei sexuellem Verlangen, Erregung und Befriedigung spielt. Ein Testosteron-Präparat erhöhte bei Frauen das Interesse und die Lust auf Sex und die Zufriedenheit mit dem Ausmaß des Sexuallebens. Eine kombinierte Testosteron/Östrogen-Behandlung und eine Placebo/Östrogen-Behandlung verbesserten das psychologische Wohlbefindengleichermaßen.
Zusätzliches Testosteron hatte einen günstigen Effekt auf Muskulatur und Knochen-Stoffwechsel. Dafür wurde ein negativer Effekt auf Blutfette beobachtet. Nebenwirkungen wie
Haarwachstum und Akne waren selten. Insgesamt indiziert die Dissertation, dass Testosteron eine wichtige Rolle bei der weiblichen Sexualität spielt. Die positiven Auswirkungen
auf Knochen und Körperstruktur sind wohl auch für Frauen signifikant, deren Eierstöcke entfernt wurden.

http://www.propatient.info/content/i09.pdf


Revue Médicale Suisse
Revue Médicale Suisse No 104

Déficit en androgènes chez la femme : indications et risques d’un traitement par la testostérone ou la DHEA
Article de R. Martin-Du Pan


Le syndrome de déficit en androgènes est défini par une diminution du bien-être et de la libido chez des femmes traitées par des œstrogènes et ayant un taux abaissé de testostérone totale (T). Les causes de cette baisse sont revues. Sept études randomisées ont montré que l’administration de T par voie percutanée permettait d’améliorer la fonction sexuelle après ovariectomie (cinq études), après hypophysectomie et en cas de ménopause naturelle. La DHEA (50 mg/j) semble utile surtout en cas de maladie d’Addison ou après hypophysectomie mais pas en cas d’adrénopause naturelle. Les effets bénéfiques et secondaires de l’androgénothérapie sont discutés, notamment le risque de cancer du sein.

 

introduction

De façon analogue à la baisse progressive de testostérone (T) observée avec le vieillissement chez l'homme (appelée andropause ou mieux androclise = déclin), on constate également chez la femme avec l'âge une diminution régulière des taux d'androgènes (T et déhydroépiandrostérone (DHEA)). Un comité d'experts (consensus de Princeton) a défini en 2002 un syndrome de déficit androgénique dont le diagnostic ne peut être posé que chez des femmes ayant (ou recevant) un taux adéquat d'œstrogènes. Ce syndrome est caractérisé par une diminution du bien-être ou des troubles de l'humeur ; par une fatigue persistante et inexpliquée ; par une dysfonction sexuelle avec baisse de la libido et du plaisir. Ces symptômes doivent s'accompagner de taux de T situés dans le quart inférieur ou en-dessous des taux normaux pour une femme réglée.1 La mise à disposition par l'industrie pharmaceutique d'un gel et de patchs de T permettant de normaliser ces taux abaissés, selon les critères ci-dessus, ouvre de nouvelles perspectives thérapeutiques. Le but de cet article est de passer en revue, de façon critique, ces critères et de préciser les éventuelles indications et risques d'une androgénothérapie (T ou DHEA) chez la femme. Je me suis basé sur les recommandations de l'Endocrine Society et de la Société de ménopause nord-américaine.2,3

 

étiologie de la baisse des taux d'androgènes chez la femme

Baisse physiologique des androgènes

Les androgènes sont synthétisés en partie par les ovaires (T et androstènedione) et par les glandes surrénales (androstènedione et DHEA). Un tiers des androgènes proviennent des ovaires et deux tiers de la conversion périphérique de l'androstènedione et de la DHEA en T. Celle-ci se transforme en dihydrotestérone (DHT), qui est le dérivé actif de la T. La DHEA est une prohormone qui agit par transformation au niveau tissulaire en œstrogènes et en T.4 Un à 2% de la T circule sous forme libre (la forme active), le reste étant lié à la steroid binding globulin (SHBG) (66%) et à l'albumine (33%). Or, la SHBG augmente sous l'effet des œstrogènes, ce qui diminue la forme libre. A l'inverse, la SHBG diminue après la ménopause du fait de la baisse des œstrogènes, ce qui permet de maintenir des taux assez constants de T libre lors de cette phase de transition. En revanche, on note une baisse progressive des taux de T avec l'âge, une femme de 40 ans ayant la moitié des taux circulants par rapport à une femme de 20 ans. Puis, les taux continuent à diminuer régulièrement après la ménopause sans baisse plus marquée pendant la phase de transition.5 Il en est de même pour les taux de DHEAS (sulfate de DHEA) qui, à 80 ans, ne représentent plus que 20% des taux d'une femme de 20 ans (adrénopause).4

 

Maladies s'accompagnant d'une baisse des androgènes ovariens

Outre le déclin de la T lié à l'âge, on observe une baisse de T dans différentes affections dont le syndrome de Turner, la ménopause précoce, l'anorexie mentale, le sida.6-8 De plus, il y a un déficit androgénique dans le syndrome de résistance aux androgènes ainsi que dans la dépression et les maladies débilitantes (cancer).

 

Hypoandrogénisme chirurgical (iatrogène)

Il faut distinguer la baisse physiologique des taux de T de la chute brutale induite par l'ovariectomie (ménopause chirurgicale) ou par l'hypophysectomie. Les taux de DHEAS et d'androstènedione sont préservés après ovariectomie et constituent encore une source d'androgènes. Après ovariectomie, il y a une baisse de 50% des taux de T.5 Les taux des hormones surrénaliennes sont également abaissés après hypophysectomie et bien sûr après surrénalectomie ou en cas de maladie d'Addison.4,5

Comme on le verra plus loin, alors que l'effet de l'androgénothérapie est controversé, en cas de baisse de T liée au vieillissement, il semble mieux démontré en cas d'hypoandrogénisme postchirurgical.

 

Baisse des androgènes lors de traitement œstrogénique : dosage des androgènes et de la SHBGa

En principe, il faudrait doser la T libre ce qui est techniquement compliqué. Pour cette raison, on préfère calculer la fraction libre de T, grâce à l'équation de Sodegard, qui tient compte de la mesure de la T totale, de la SHBG totale, de l'albumine et de leur constante de dissociation. Les valeurs normales de T totale vont de 0,5 à 2,7 nmol/l. Les valeurs normales de T libre calculées vont de 2,1 à 23 pmol/l pour les femmes ménopausées et de 3,5 à 29 pmol/l pour les femmes non ménopausées. Cette mesure est plus précise que l'index de T libre = T/SHBG qui ne tient pas compte des valeurs absolues de T et de SHBG.

Toutefois, la plupart des experts actuels admettent, contrairement au consensus de Princeton, que le dosage est inutile pour décider d'initier un traitement compte tenu du manque de fiabilité des essais pour des valeurs basses de T.2,3 Les dosages de T seraient néanmoins utiles pour surveiller les taux sériques en cas d'androgénothérapie, qui ne devraient pas dépasser la limite supérieure pour une femme jeune (2,7 nmol/l).2,3 Le traitement devrait être instauré sur une base clinique et anamnestique, l'indication étant des antécédents d'ovariectomie ou d'hypophysectomie entraînant une baisse d'énergie et de libido.2,3 Il en est de même pour le dosage de la DHEAS dont les taux seront en principe toujours abaissés chez les plus de 70 ans et chez les surrénalectomisées.4

Lors d'un traitement substitutif oral en œstrogènes dans la postménopause, la fraction libre de T libre est abaissée. A noter que l'administration percutanée d'œstrogènes a moins d'effet sur la SHBG. A l'inverse, la T libre est augmentée par l'androgénothérapie (qui abaisse la SHBG). Il en est de même en cas d'obésité (notamment en cas d'hypothyroïdie ou de résistance à l'insuline qui abaissent la SHBG). Quant à la DHEA, elle peut être diminuée par un traitement de corticoïdes (par rétroaction négative sur l'ACTH).4

 

dysfonction sexuelle et baisse endogène des androgènes

La relation éventuelle entre les taux de T et l'activité sexuelle de la femme a donné lieu à des travaux contradictoires. Deux grandes études longitudinales n'ont pu établir de corrélation entre des taux abaissés de T et la diminution de la fonction sexuelle parfois observée lors de la périménopause.9,10

Le terme de «dysfonction sexuelle» (hypoactive sexual disorder) demande à être précisé. Il est défini selon la classification suivante :11

* une diminution d'intérêt, de désir et de fantasmes sexuels ;

* une diminution de la réceptivité et de l'excitation, c'est-à-dire la capacité de répondre à la stimulation et de ressentir du plaisir ;

* des difficultés à atteindre l'orgasme ;

* une dyspareunie ;

* la souffrance qui résulte de ces difficultés sexuelles.

Toutefois, certains experts 3,11 contestent le rôle de la première composante puisque la plupart des femmes, malgré une apparente baisse de désir et d'initiative, qui toucherait 20 à 40% d'entre elles, sont tout à fait capables de répondre aux stimulations et de ressentir du plaisir. Seules 13 à 24%, selon les études, exprimeraient une souffrance liée à une dysfonction sexuelle.11-13 De ce fait, ils contestent les chiffres de certains sexologues qui estiment que 50% des femmes (pré et postménopausées) présenteraient une dysfonction sexuelle.14 L'étude de Melbourne a montré que les facteurs les plus importants dans la sexualité (désir, excitation, orgasme) des femmes dans la cinquantaine étaient leur niveau préalable d'activité sexuelle, les changements survenant chez le partenaire, les sentiments à l'égard de ce dernier et les taux d'œstrogènes.15 Quant au lien entre la dysfonction sexuelle et les taux sériques de T et de DHEAS, il semble bien aléatoire car l'activité sexuelle ne peut être réduite à l'activité hormonale ; elle est d'origine psycho-sociale et surtout dépendante de la relation avec le partenaire (tableau 1).2,3,15 D'autres hormones que la T jouent d'ailleurs un rôle : celui des œstrogènes est très important.15 L'administration des seuls œstrogènes a un effet bénéfique sur les bouffées de chaleur, la sécheresse vaginale, la dyspareunie, l'activité sexuelle, l'anxiété et le sentiment de bien-être.16 Toutefois, les œstrogènes ont peu d'effet sur la libido, l'excitation et l'orgasme, qui sont en revanche augmentés par les androgènes. On pensait qu'une partie de l'effet de la T sur la libido au niveau cérébral était due à sa transformation en œstrogènes, toutefois une récente étude a montré que l'effet de la T était maintenu en présence d'un inhibiteur de l'aromatase, le létrozole.17 D'autres hormones telles que la prolactine (baisse de la libido en cas de prolactinome) et les hormones thyroïdiennes (via la modification de la SHBG) peuvent retentir sur la sexualité. Contrairement à la ménopause naturelle, la baisse de T résultant de l'ovariectomie (à des taux l 0,5 nmol/l), semble induire de façon plus marquée des dysfonctions sexuelles observées dans certaines études18 et pourtant non confirmées par une étude récente.19

En conclusion, les dysfonctions sexuelles de la femme sont d'origine multifactorielle (tableau 1), elles sont surtout dépendantes de la relation avec le partenaire et ne peuvent être réduites à une baisse des taux de T.

effets de l'administration d'androgènes sur la sexualité

Modes d'administration de la testostérone

On préférera les formes transcutanées (qui évitent le premier passage hépatique) aux formes injectables (enanthate de T, 100 mg/4 sem), aux implants ou aux formes orales (méthylT, undécanoate de T (Andriol)), qui donnent des taux supraphysiologiques et peuvent avoir des effets secondaires hépatiques. L'Estratest renferme 1,25 mg d'estrogènes estérifiés et 2,5 mg de méthylT (non dosé dans le sang). L'Estratest HS renferme la moitié de la dose. Le Testogel initialement commercialisé chez l'homme à la dose de 5 g devrait être utilisé à une dose 10 fois moindre ( 0,5 g/j), ce qui délivre 5 mg de T/j.20 Les patchs de T (Intrinsa), appliqués deux fois par semaine, semblent les plus efficaces s'ils libèrent une dose de 300 mg/j, ce qui élève les taux de T à des valeurs supraphysiologiques (3,5 nmol/l).21

Dans la ménopause naturelle, l'effet sur la sexualité, notamment sur la libido, résultant de l'administration d'androgènes a donné lieu à des travaux contradictoires. Des résultats positifs ont été observés dans quelques études utilisant une combinaison orale d'œstrogènes conjugués et de méthyltestostérone (2,5 à 5 mg/j).4 Il s'agissait d'études randomisées mais portant sur un faible nombre de patientes ou utilisant des doses pharmacologiques d'androgènes.22 Une étude plus récente utilisant les patchs de T (délivrant 300 mg/j) a montré un effet bénéfique par rapport au placebo sur l'activité sexuelle (en moyenne deux rapports sexuels de plus par mois contre 0,5) ainsi que sur le désir et la souffrance liée à la dysfonction sexuelle (tableau 2).23

Dans la ménopause chirurgicale (après ovariectomie), cinq études randomisées ont montré que chez des femmes déjà traitées par des œstrogènes, l'administration de patchs de T (300 mg/j) augmentait de façon significative, par rapport au placebo, le désir, l'excitabilité, le plaisir et l'activité sexuelle et diminuait la souffrance.21,24-27 De plus, les patchs de T ont montré un effet bénéfique sur la sexualité chez des patientes hypophysectomisées.28

On notait une corrélation entre ces améliorations et les taux de T libre et de DHT. Il semble donc qu'il y ait une indication à une androgénothérapie en cas de dysfonction sexuelle après ovariectomie. Toutefois, comme on l'a vu, l'ovariectomie n'entraîne pas forcément de baisse de la libido,19 de plus la dose de 300 mg donne des taux sériques supraphysiologiques et une étude 24 a montré un effet favorable avec une dose de 300 mg/j mais pas avec une dose de 450 mg/j, ce qui est surprenant. Par ailleurs, l'effet placebo est important 21 et les résultats de l'androgénothérapie parfois modestes (un rapport sexuel satisfaisant de plus par mois), ce qui doit être apprécié en regard des effets secondaires (cf. infra).

 

Administration de DHEA et autres traitements

Plusieurs études 29,30 mais pas toutes 31 ont montré que l'administration de 50 mg de DHEA à des femmes présentant une insuffisance surrénalienne primaire, ou secondaire à une hypophysectomie, augmentait la libido. En revanche, un effet positif chez les femmes ménopausées n'a pu être observé que chez les plus de 70 ans.32 La tibolone (Livial) a également montré un effet favorable sur la libido et la satisfaction sexuelle, effet qui serait comparable à celui de l'association de bêta-estradiol à la noréthistérone (Kliogest).33

 

autres effets bénéfiques et effets secondaires de l'androgénothérapie

Autres effets bénéfiques

* Effets sur la thymie et sur les capacités cognitives

Deux études utilisant de la méthylT chez des femmes ménopausées ont montré une amélioration de la mémoire et de l'attention.4 Une autre étude utilisant les patchs de T (300 mg) a montré une amélioration de la capacité spatiale chez des anorexiques.6 Une amélioration de l'humeur a été observée après patch de T chez des femmes ovariectomisées et chez des anorexiques.6,21

La DHEA, qui pourrait avoir une action directe comme neurostéroïde sur les récepteurs du GABA et de l'aspartate (NMDA), a montré une action antidépressive.34 De plus, une amélioration du bien-être et de l'humeur a été observée lors de traitement par la DHEA (50 mg/j) chez des Addisoniennes 31 mais pas dans la périménopause ni chez des femmes ménopausées.35,36

* Effets sur l'os

L'effet de l'ovariectomie sur le risque fracturaire chez des femmes ménopausées a donné lieu à des travaux contradictoires.37,38 Trois études ont montré que l'adjonction à un traitement œstrogénique de T chez des femmes ménopausées ou en insuffisance hypophysaire améliorait la densité minérale osseuse (DMO) mais on n'a pas de données quant au risque fracturaire.28,39,40 Quant à la DHEA (50 mg/j), on a observé une amélioration modérée de la DMO au niveau du radius par rapport au placebo lors d'un traitement d'un an chez des femmes de plus de 70 ans 32 et dans une autre étude d'une durée de deux ans.36

* Effets sur la composition corporelle

Quatre études ont montré que l'adjonction de T à un traitement d'œstrogènes conjugués augmentait la masse maigre (sans graisse)7,28,41,42 et il en a résulté une augmentation de la force chez des sidéennes.7

 

Effets secondaires de l'androgénothérapie

* Effets métaboliques et antithrombotiques

L'hyperinsulinémie et l'augmentation des taux de T sont associées au syndrome métabolique dans la postménopause et induisent une baisse de l'HSBG.43 La méthylT entraîne une baisse de l'HDL cholestérol, qui n'est pas observée avec la T transdermique.21 La DHEA induit aussi une baisse du cholestérol HDL35 et son effet sur la résistance à l'insuline a donné lieu à des travaux contradictoires.35

Les androgènes, contrairement aux œstrogènes, ne semblent pas agir sur les facteurs thrombogènes (fibrinogène, activateur du plasminogène tissulaire, etc.).44

* Effets cutanés

L'acné, l'hirsutisme, une alopécie androgénique et rarement (à des doses pharmacologiques de T) une raucité de la voix et une clitoromégalie peuvent s'observer lors de traitement androgénique. La DHEA semble améliorer la trophicité de la peau mais peut également induire acné et hirsutisme.32 Les patchs de T peuvent induire des réactions allergiques locales.

* Effets sur l'endomètre utérin

En principe, les androgènes ont une action antiproliférative sur l'endomètre utérin et les progestatifs pourraient agir sur l'endomètre via les récepteurs aux androgènes.45 L'administration d'androgènes prévient la croissance des cellules provenant de cancer endométrial de l'utérus.46 La DHEA ne protège pas l'endomètre utérin de l'effet des œstrogènes et il faut leur adjoindre un traitement progestatif.

* Effets sur le cancer du sein

Les androgènes antagonisent l'effet prolifératif des œstrogènes sur des cellules provenant de cancer du sein, et de nombreuses études montrent que les androgènes ont un effet protecteur sur le risque de cancer du sein.47 Toutefois, on observe une augmentation de l'activité de l'aromatase au niveau de lésions précancéreuses, qui pourraient transformer la T en œstrogènes et augmenter le risque de cancer du sein. De plus, une étude prospective entre 1978 et 2002 (Nurse health study), qui a permis d'identifier 4610 femmes ayant un cancer du sein, a montré que celles qui prenaient des androgènes avaient un risque augmenté de 2,5 fois par rapport aux femmes ne prenant que des œstrogènes, soit un risque légèrement plus élevé que sous traitement d'œstrogènes et progestatifs.48

Il n'y a aucune donnée sur les éventuels effets de la DHEA sur le cancer du sein mais vu qu'elle se transforme en T et en œstrogènes, il y a un risque théorique augmenté.

 

conclusion

Il nous semble qu'il faut éviter deux attitudes extrêmes dans l'approche du syndrome de déficit en androgènes. La première serait de céder au chant des sirènes de l'industrie pharmaceutique qui, à la suite d'une définition très exagérée de la dysfonction sexuelle chez la femme, (elle concernerait 50% d'entre elles !), met cette dysfonction en corrélation avec la baisse de la fraction libre de T (en partie induite par la prise d'œstrogènes !) et propose un traitement de T (efficace sur la libido et l'activité sexuelle, de façon bien démontrée après ovariectomie). Or, comme on l'a vu, le dosage de la T est délicat, la définition de la dysfonction sexuelle devrait être beaucoup plus restrictive et elle est d'origine multifactorielle. Elle ne peut en aucun cas être réduite à une baisse des taux de T. De plus, la plupart des femmes ne présentent pas de dysfonction sexuelle après ovariectomie.

L'autre attitude serait de ne pas faire bénéficier d'une androgénothérapie des femmes qui souffrent profondément d'une baisse de leur libido à la suite par exemple d'une ovariectomie et pour qui une amélioration même modeste de leur activité sexuelle retentit positivement sur leur estime personnelle et leur vie de couple.

On ne peut pour l'instant recommander de traitement par la T pour une durée excédant six mois vu les risques possibles d'augmentation de cancer du sein et les inconnues quant au risque CV d'une thérapie prolongée. Actuellement, la Société américaine d'endocrinologie ne recommande pas l'administration d'androgènes tant que des études au long cours n'auront pas montré leur innocuité.3 Quant à la Société de ménopause nord-américaine,2 elle recommande en association aux œstrogènes le traitement de T par voie transcutanée pour une durée maximum de six mois, en cas de baisse du désir et de dysfonction sexuelle entraînant une souffrance, chez des femmes postménopausées. Ce traitement est contre-indiqué en cas d'antécédents cardiovasculaires, de maladie hépatique et de cancer du sein.

Quant à la DHEA, elle pourrait être utile chez des femmes présentant une insuffisance surrénalienne mais pas en cas de baisse de DHEA liée au vieillissement. Elle n'est pas recommandée par la Société américaine d'endocrinologie.

 

a Les taux d'hormones donnés à titre indicatif sont valables pour le laboratoire Unilab.


Auteur(s) : R. Martin-Du Pan
Contact de(s) l'auteur(s) : Dr Rémy Martin-Du Pan Boulevard Helvétique 26 1207 Genève martindupan@bluewin.ch

http://www.revmed.ch/article.php3?sid=32157

Intrinsa® : un patch de testostérone pour rétablir la libido
Attention, ce patch délivrant de la testostérone ne s'adresse qu'aux femmes dont la baisse de libido a une origine hormonale, c'est-à-dire en cas de ménopause chirurgicale à la suite d'une hystérectomie (ablation de l'utérus et des ovaires). Son arrivée sur le marché étant imminente, le Dr David Elia* ' plaide ici pour que les femmes, les médecins et les médias comprennent la vraie utilité de ce médicament '.

Des dosages hormonaux sont-ils nécessaires avant la prescription du patch ?
Dr David Elia : Non, cela ne sert à rien car le taux de testostérone est très variable d'une femme à une autre, très faible et donc difficile à doser précisément.
Ce sont plutôt les circonstances dans lesquelles l'insuffisance sexuelle s'est installée qui sont utiles : depuis une hystérectomie avec ovariectomie alors qu'auparavant la sexualité était de bonne qualité et lorsque le traitement classique de la ménopause n'a pas apporté d'amélioration. Il est souvent nécessaire de faire un ' test thérapeutique ' durant 2 ou 3 mois afin de voir si ce traitement apporte une restauration de la qualité de la vie sexuelle ou non.
Si ce n'est pas le cas, le problème n'est vraisemblablement pas hormonal et on arrêtera le traitement.

Les études réalisées à partir de ce patch ont démontré une très bonne efficacité dans la population ciblée : amélioration constante de tous les versants de la vie sexuelle d'une femme, depuis le désir et plaisir jusqu'aux fantasmes. Il est à noter aussi une réduction de la détresse psychologique associée à cette baisse de désir sexuel. Les femmes se sentent mieux plus épanouies et cela retentit sur leur bien être général. Les effets secondaires n'ont pas été différents de ceux constatés chez les femmes sous placebo. Ils ne se manifesteraient en fait que si la quantité de testostérone normale chez une femme est dépassée.

En pratique, le traitement sera délivré en pharmacie sous le nom de Intrinsa®, uniquement sur ordonnance dans le cadre de la perte de libido chez une femme ménopausée à la suite d'une hystérectomie avec ovariectomie. Il revient à environ 55 euros par mois non remboursés par la Sécurité sociale (soit 8 patchs, 2 par semaine).

Peut-on comparer ce patch au Viagra ?
Dr David Elia : Absolument pas. Le Viagra® et les médicaments masculins qui ont suivi n'augmentent pas le désir ni les fantasmes, ils n'ont aucune influence sur la libido. Ils permettent de retrouver une érection par une action sur les vaisseaux du pénis. On ne peut donc certainement pas parler de ' Viagra féminin '.
Ce médicament utilisé à bon escient va restaurer la qualité de vie de nombreuses femmes ménopausées ayant perdu tout intérêt pour la sexualité et je m'en félicite.

* Le Dr David Elia est gynécologue, rédacteur en chef du magazine GENESIS, leader de la presse gynécologique, publie régulièrement dans les revues scientifiques et est l'auteur de plus de 35 livres grand public. Il a également créé un site internet à destination des femmes : www.docteurdavidelia.com
Et enfin, le Dr David Elia est membre du comité scientifique d'e-sante.
http://www.e-sante.fr/menopause-intrinsa-patch-testosterone-retablir-libido-NN_11415-69-8-2.htm

Impact Médecine | 221 | 06/12/2007
EXERCICE
Traiter une baisse du désir sexuel féminin
Une diminution de la libido féminine est souvent la conséquence directe d'une chute de la testostérone.
«Les taux de testostérone chutent environ de moitié immédiatement après une ovariectomie», a précisé le Pr Jacques Young (Paris), lors d'une conférence de presse organisée par P & G Pharmaceuticals. Ce déficit androgénique se manifeste, outre par une baisse de la libido, par une diminution du bien être, une fatigue inexpliquée et une dépilation pubienne. Certes le taux de testostérone diminue toujours avec l'âge (à 40 ans les femmes produisent moitié moins de testostérone qu'à 20 ans), mais plus la réduction des taux circulants est forte et rapide, comme dans le cas d'une ménopause chirurgicale, plus l'impact sur la vie sexuelle est important. Les estrogènes et la progestérone font également partie des stéroïdes sexuels sécrétés par la femme. Contrairement à la testostérone, ils n'ont pas d'effet direct sur le désir sexuel féminin. Les estrogènes ont cependant au niveau de l'appareil génital un rôle de dilatation vasculaire non négligeable. «Ils favorisent en particulier la congestion pelvienne vulvaire et vaginale et facilitent ainsi les manifestations physiologiques de l'excitation sexuelle», affirment les experts. Enfin ils ont un rôle trophique important sur les muqueuses génitales en empêchant la sécheresse vulvaire et vaginale. Ils diminuent de la sorte les risques de dyspareunie et d'incontinence urinaire liée à une atrophie locale. «Le traitement hormonal vient donc toujours supplémenter une carence. Ce n'est pas un «booster de la libido»» insiste le Dr Michèle Lachowsky (Paris).

Behandlung der verminderten weiblichen Libido
Eine Verringerung der weiblichen Libido ist oft die direkte Folge eines Testosteronsturzes.
„Die Testosteronwerte fallen ca. um die Hälfte direkt nach einer Ovarektomie », präzisierte Prof. Jacques Young (Paris), auf einer Pressekonferenz, organisiert von P&G Pharmaceuticals.
Dieses Androgendefizit manifestiert sich neben einer Verringerung der Libido, durch eine Verminderung des Wohlbefindens, eine unerklärliche Müdigkeit und eine Depilation der Schambehaarung. Sicherlich, verringert sich der Testosteronwert mit dem Alter (mit 40 Jahren produzieren die Frauen halb so wenig Testosteron wie mit 20), aber je stärker die Reduktion der zirkulierenden Werte erfolgt: vehement und rapid, wie im Fall der chirurgischen Menopause, umso stärker ist die Auswirkung auf das Sexualleben. Östrogene und Progesteron sind ebenfalls Hormone, die der weibliche Körper produziert. Aber im Gegensatz zum Testosteron haben sie keinen direkten Effekt auf die weibliche Lust. Die Östrogene haben

Intrinsa est le premier patch à la testostérone indiqué en association à une estrogénothérapie dans le traitement de la baisse du désir sexuel chez les femmes ménopauséeschirurgicalement et qui ressentent une souffrance psychologique liée à cette baisse de libido. L'amélioration de la satisfaction sexuelle s'effectue dès la 5e semaine de traitement et un effet maximum est constaté dès le 3e mois.

http://www.impactmedecine.fr/index.php?display=article&rubId=2&num=221&articleId=13613

Impact Médecine | 192SUPPL | 08/03/2007
SPECIAL FEMMES > 20-50 ans
Ménopause précoce et libido
DR MICHELE LACHOWSKY
Les femmes subissant une ovariectomie bilatérale et ainsi une ménopause artificielle précoce souffrent dans leur corps de femme, et il est important de leur permettre en consultation, avant et après l'intervention chirurgicale, d'écouter leurs peurs, leurs plaintes, leur ressenti, Ces femmes jeunes ont souvent en effet le sentiment qu'on leur «vole» des années de jeunesse et de bien-être. L'ablation des ovaires entraîne la fin de la sécrétion d'estrogènes mais aussi une chute de 50% de testostérone. Or c'est la testostérone qui agit directement sur la libido et non pas les estrogènes. Jusqu'alors, les médecins étaient très démunis, l'estrogénothérapie était un atout pour assurer à ces femmes un mieux-être au niveau de la qualité de la peau et des cheveux, au niveau d'une meilleure imprégnation estrogénique des muqueuses, en particulier vaginale, mais ce traitement n'avait pas d'action directe sur la libido. «L'arrivée d'un patch de testostérone va permettre en tout premier lieu de considérer le problème, de l'aborder, d'en parler, de poser la question aux femmes qui, parfois très culpabilisées par rapport à leur partenaire, n'osent pas se confier et bien entendu de proposer une solution», estime le Dr Michèle Lachowsky, vice-présidente de l'Association française pour l'étude de la ménopause (Afem). Le patch de testostérone, Intrinsa, a reçu l'AMM européenne en juillet 2006 et est déjà disponible en France, c'est d'ailleurs le premier pays d'Europe à en disposer. Bihebdomadaire, il doit toujours être associé à un traitement par estrogénothérapie. Les essais menés sur plus de 1000 femmes après ménopause chirurgicale ont démontré son efficacité sur la baisse de désir sexuel et la souffrance morale que cela engendre, dès la quatrième semaine, avec un maximum d'efficacité au troisième mois de traitement, Les effets secondaires éventuels, nausées, acné, pilosité inhabituelle, sont légèrement supérieurs par rapport au placebo et sont réversibles à l'arrêt du traitement, aucun danger sur le plan métabolique n'a été enregistré. Le prix est conseillé est de 55 euros par mois de traitement.

http://www.impactmedecine.fr/index.php?display=article&rubId=2&num=141&articleId=8260

Impact Médecine | 204 | 07/06/2007
EXERCICE
PRENDRE EN CHARGE LA MENOPAUSE CHIRURGICALE
Les femmes ménopausées chirurgicalement sont plus nombreuses que les femmes en ménopause naturelle à souffrir d'un problème de santé (66% versus 54%).
«Les difficultés des femmes ménopausées chirurgicalement sont plus fréquentes et plus importantes qu'en cas de ménopause naturelle, très certainement en raison du caractère plus brutal de la carence hormonale et plus particulièrement de la chute des taux plasmatiques d'androgènes» a expliqué le Dr Henri Rozenbaum (Paris) en présentant les résultats d'une enquête sur la santé, la qualité de vie et la sexualité des femmes françaises en ménopause chirurgicale, par comparaison aux femmes en ménopause naturelle. Cette enquête a été réalisée sous l'égide de L'AFEM, grâce au soutien des laboratoires P & G Pharmaceuticals, Elle a été effectuée auprès de 604 femmes ménopausées, soit naturellement, soit chirurgicalement (âge moyen 60 ans). Les résultats montrent que les femmes ménopausées chirurgicalement se sentent coupables vis-à-vis de leur partenaire, parce qu'elles ont le sentiment d'avoir changé de silhouette, de l'avoir négligée, d'être moins bien dans leur corps, et pris du poids en particulier, Leur IMC est en effet plus élevé que celui des femmes ménopausées naturellement.
UN PATCH POUR LE DESIR - Les conséquences de cette ménopause chirurgicale sont souvent sous-estimées. Même si la qualité d'écoute est jugée bonne, dans 75% des cas le sujet est abordé en premier par la patiente et non par le praticien. «Il s'agit bien pourtant d'un problème médical important qui mérite notre intérêt et notre temps, ce d'autant plus que nous avons maintenant des moyens médicaux de prise en charge» insiste le Dr Michèle Lachowsky. Un patch d'Intrinsa tous les 3 ou 4 jours (soit 300 microgrammes de testostérone délivrée par 24 heures) augmente le désir sexuel de façon significative (jusqu'à 74%, versus inclusion) et ceci le plus souvent dès le premier mois. L'amélioration obtenue a un retentissement majeur et significatif sur d'autres domaines de la sexualité (plaisir, excitation, orgasme,,,) mais également sur l'image de soi de la femme. Aucun phénomène de virilisation n'a été constaté avec ce dosage modéré.
http://dict.leo.org/frde?lp=frde&lang=de&searchLoc=0&cmpType=relaxed&sectHdr=on&spellToler=on&chinese=both&pinyin=diacritic&search=raison+sociale&relink=on

http://www.liebertonline.com/doi/abs/10.1089/152460900750020955

http://www.liebertonline.com/doi/abs/10.1089/152460900750020955

The Leading Publisher in Biotechnology

Journal of Women's Health & Gender-Based Medicine
Testosterone Supplemental Therapy after Hysterectomy with or without Concomitant Oophorectomy: Estrogen Alone Is Not Enough
________________________________________
To cite this paper:
Susan Rako. Journal of Women's Health & Gender-Based Medicine. October 1, 2000, 9(8): 917-923. doi:10.1089/152460900750020955.

Susan Rako, M.D.
Newtonville, Massachusetts
Hysterectomy has the potential for generating serious consequences in terms of health, including two to seven times greater incidence and prevalence of cardiovascular disease, and quality of life, including loss of sexual libido and pleasure. More than a half-million American women undergo hysterectomy every year. Both in premenopausal women and in postmenopausal women, the ovaries are a critical source not only of estrogen but also of testosterone. Even in instances where ovaries have been spared on removal of the uterus, their function may be compromised. Today, women for whom estrogen replacement therapy is not contraindicated are routinely given supplemental estrogen following hysterectomy/oophorectomy. Many women develop and suffer symptoms of testosterone deficiency that go unrecognized and untreated. Testosterone supplemental therapy for women following hysterectomy not only can improve the quality of their lives in terms of sexual libido, sexual pleasure, and sense of well-being but also can - as does supplementary estrogen - contribute to the prevention of osteoporosis. Most importantly, an increasing body of evidence suggests that testosterone may be cardiovascular protective. As testosterone, the most potent anabolic steroid, has some anabolic effect on virtually every tissue in the body, it is likely that supplementing testosterone to physiological levels contributes to health maintenance in as yet undefined ways and that testosterone deficiency in women may be costing more in morbidity and mortality than we know at present.

This paper was cited by:
Clinical Biologic Pathophysiologies of Women's Sexual Dysfunction
Rossella Nappi, Andrea Salonia, Abdulmaged M. Traish, Rik H.W. van Lunsen, Yoram Vardi, Ates Kodiglu, Irwin Goldstein
The Journal of Sexual Medicine. 2005, Vol. 2, No. 1: 4
CrossRef
Sexual life following total abdominal hysterectomy
N. Kemal Kuscu, Semra Oruc, Evren Ceylan, Fatma Eskicioglu, Asli Goker, Husnu Caglar
Archives of Gynecology and Obstetrics. 2005, Vol. 271, No. 3: 218
CrossRef
Combined esterified estrogens and methyltestosterone versus esterified estrogens alone in the treatment of loss of sexual interest in surgically menopausal women
Julia K Warnock, Stephen G Swanson, Raymond W Borel, Lisa M Zipfel, John J Brennan
Menopause. 2005, Vol. 12, No. 4: 374
CrossRef
Psychosexual health 5 years after hysterectomy: population-based comparison with endometrial ablation for dysfunctional uterine bleeding
Klim McPherson, Aleks Herbert, Andrew Judge, Aileen Clarke, Stephen Bridgman, Michael Maresh, Chris Overton
Health Expectations. 2005, Vol. 8, No. 3: 234
CrossRef
Sexual Dysfunction in the Older Woman
Kathleen E Walsh, Jennifer R Berman
Drugs & Aging. 2004, Vol. 21, No. 10: 655
CrossRef
Cindy Meston, Penny Frohlich
Current Opinion in Urology. 2001, Vol. 11, No. 6: 603
CrossRef
http://www.liebertonline.com/doi/abs/10.1089/152460900750020955

 


Testosterone supplementation: For whom and when?

Reviewing issues in use after surgical or natural menopause

 

Vol. 7, No. 4 / October 2009

Key Point

Testosterone use does not appear to increase cardiovascular risk in women.
Mohit  Khera,  MD, MBA, MPH

Assistant Professor of Urology, Director, Laboratory for Sexual Medicine, Baylor College of Medicine, Houston, Texas
Larry  I.  Lipshultz,  MD

Professor, Scott Department of Urology, Chief, Division of Male Reproductive Medicine and Surgery, Baylor College of Medicine, Houston, Texas

DISCLOSURE: Dr Khera reports that he has received grant/research support from Allergan and Auxilium; serves as a consultant to Coloplast and Slate; and is on the speakers’ bureau of Auxilium.
Dr Lipshultz reports that he has received grant/research support from the Auxilium Prostate/T Study and Auxilium Registry Study; serves as a consultant to Allergan, Auxilium, Humagen, Lilly ICOS, and Pfizer; and is on the speakers’ bureau of Auxilium, Pfizer, and Solvay.

Evidence shows that testosterone, added to estrogen therapy (ET), improves sexual function in women1-3 and may improve bone health.4 However, the absence of an FDA-approved agent, off-label use raises questions about patient selection, dosing, and safety. Approval of testosterone-containing preparations has been deferred pending confirmation of long-term safety assessments (2-5 years).

Assessing low testosterone

Testosterone status is assessed primarily by the signs, symptoms (Table 1),5 and known causes of deficiency (Table 2). Diagnosis of female androgen deficiency syndrome requires

    *

      serum testosterone levels below or within the lower quartile of the female normal range (15-70 ng/dL)
    *

      impaired well-being or decreased libido, and
    *

      adequate estrogenization6 (decreased estrogen levels can impair sexual function).1

Hypoactive sexual desire disorder (HSDD) is defined as the persistent or recurrent deficiency (or absence) of sexual fantasies, thoughts, and/or desire for, or receptivity to, sexual activity that causes personal distress.7

Assays designed for men lack sensitivity in low ranges, and only about 2% of the total in women is biologically active.8 The remainder binds primarily to sex-hormone binding globulin (SHBG). Ovarian testosterone production declines within 2 to 4 years of menopause. After menopause, testosterone production continues in the ovaries (50%), adrenals (10%), and peripheral tissue (40%).9

TABLE 1

Indications of testosterone deficiency
Signs  Symptoms
Decreased lean body mass  Decline in sexual motivation or libido
Increased body fat  Fatigue, lack of energy
Pubic hair thinning/loss  Impaired sense of well-being
Osteopenia/Osteoporosis  

TABLE 2

Causes of low testosterone in women
Increased age
Iatrogenic causes

    *

      Surgical menopause (bilateral oophorectomy)
    *

      Chemotherapy
    *

      Radiation
    *

      Treatment with glucocorticosteroids

Conditions resulting in elevated SHBG levels

    *

      Pregnancy
    *

      Hyperthyroidism
    *

      Age
    *

      Anorexia nervosa
    *

      Oral contraceptive pills
    *

      Estrogen replacement therapy
    *

      Cirrhosis

Certain disease states

    *

      Addison’s disease
    *

      Hypopituitarism
    *

      Premature ovarian failure

Literature review

In one randomized, controlled trial, transdermal testosterone, 300 mcg/d, was shown to significantly increase total satisfying sexual activity compared with placebo after bilateral salpingo-oophorectomy in women receiving concomitant estrogen therapy (2.10 episodes vs 0.98 episodes in 4 weeks; P = 0.0003).8 This trial also demonstrated significantly improved sexual desire and decreased sexual distress with testosterone use. Other studies have shown that sexual desire, satisfaction, and frequency in postmenopausal women improved significantly with combination estrogen-androgen therapy compared with estrogen alone, estrogen-progestin, or placebo.1,3

It has also been demonstrated that both estrogen and testosterone are needed for optimal bone development. Androgens stimulate osteoblast proliferation and differentiation, and osteoblasts express androgen receptors equally in men and women.10 Increases in free testosterone have resulted in increased total hip bone density in women.11

The long-term effects of estradiol and testosterone implants on bone mineral density (BMD) and sexuality were assessed in a prospective, 2-year, single-blind randomized trial (N=34).4 Postmenopausal women were randomized to treatment with either estradiol implants, 50 mg, alone or estradiol, 50 mg, plus testosterone, 50 mg, administered as 3-monthly implants for 2 years. The authors found more rapid increases in hip and vertebral BMD with testosterone treatment. A substantially greater increase in BMD occurred in the estrogen plus testosterone group for total body (P < 0.008), vertebral L1-L4 (P < 0.001), and trochanteric (P < 0.005) measurements. All sexual parameters improved significantly in both groups, but addition of testosterone resulted in a significantly greater improvement in sexual activity (P < 0.03), satisfaction (P < 0.03), pleasure (P < 0.01), and orgasm (P < 0.035).

In looking at the role of testosterone use alone, a randomized, controlled trial assessed the efficacy and safety of testosterone treatment for hyposexual desire disorder in postmenopausal women not receiving estrogen therapy (N=814).12 Study subjects were randomly assigned to receive a testosterone patch, 150 or 300 mcg/d, or placebo. At 24 weeks, the increase in the 4-week frequency of satisfying sexual episodes was significantly greater in the group receiving 300 mcg testosterone, compared with the placebo group (an increase of 2.1 episodes vs. 0.7, P < 0.001) but not when compared with the group receiving 150 mcg testosterone (1.2 episodes, P = 0.11). Both dosages of testosterone were associated with significant increases in desire (300 mcg/d, P < 0.001; 150 mcg/d, P = 0.04) and decreases in distress (300 mcg/d, P < 0.001; 150 mcg/d, P = 0.04) versus placebo.

Testosterone formulations

Women require about 5% to 10% of a man’s daily testosterone dose (2.5 to 5 mg/d). The only FDA-approved product for women, Estratest (estrogen, 0.625 mg; methyltestosterone, 1.25 mg), is indicated only for moderate to severe menopausal vasomotor symptoms unresponsive to estrogen alone. However, on March 13, 2009, Solvay discontinued distribution of this product; when all supplies are gone, it will no longer be available in the United States. Other options include oral testosterone undecanoate, absorbed mainly by the lymphatic system, avoiding first-pass liver metabolism.13 Its short half-life may require multiple daily doses. Testosterone patches, available in Europe, are applied 2 times per week and offer stable pharmacokinetics and demonstrated efficacy.9,14 Testosterone gels and creams are associated with less skin irritation than the patches. Subcutaneous testosterone pellets are self-dissolving; new implants are placed every 4 to 6 months and have been used successfully.

Levels of dehydroepiandrosterone-sulfate (DHEA-S), converted to testosterone by peripheral tissue, begin to decline at age 40. Evidence shows that supplementation can significantly improve a woman’s libido and sexual function.15-17 DHEA-S is available without a prescription in the United States.

Adverse effects of testosterone therapy

The most commonly reported side effects of testosterone therapy are acne (6%), unwanted hair growth (5.7%), alopecia (3.2%), and voice deepening (2.5%).9 Discontinuation reverses acne and hirsutism; many clinicians observe effects to monitor the efficacy of testosterone therapy.

Evidence suggests that testosterone supplementation does not increase the risk of breast cancer; it may have a protective effect on breast tissue.18,19 A longer time to disease progression and a higher response rate is observed when androgens are added to anti-estrogen therapy.18 Long-term androgen administration does not have significant, adverse effects on female breast tissue.20 Nevertheless, testosterone can still be aromatized to estrogen; patients with a history of estrogen-sensitive breast cancer should be discouraged from treatment.

No convincing data suggest that testosterone use increases the risk of cardiovascular events in women. Although oral methyltestosterone has been shown to reduce HDL and raise LDL levels in women, this effect is not seen in association with other forms of testosterone.2,21 Finally, no evidence indicates that testosterone supplementation increases the risk of endometrial cancer. In vitro studies have thus far demonstrated that androgens actually inhibit human endometrial cell growth and secretory activity.22
REFERENCES

1. Sarrel  P, Dobay  B, Wiita  B.  Estrogen and estrogen-androgen replacement in postmenopausal women dissatisfied with estrogen-only therapy. Sexual behavior and neuroendocrine responses. J Reprod Med. 1998;43:847-856.

2. Lobo  RA, Rosen  RC, Yang  HM, et al. Comparative effects of oral esterified estrogens with and without methyltestosterone on endocrine profiles and dimensions of sexual function in postmenopausal women with hypoactive sexual desire. Fertil Steril. 2003;79:1341-1352.

3. Sherwin  BB, Gelfand  MM.  The role of androgen in the maintenance of sexual functioning in oophorectomized women. Psychosom Med. 1987;49:397-409.

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10. Abu  EO, Horner  A, Kusec  V, et al. The localization of androgen receptors in human bone. J Clin Endocrinol Metab. 1997;82:3493-3497.

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22. Tuckerman  EM, Okon  MA, Li  T, et a. Do androgens have a direct effect on endometrial function? An in vitro study. Fertil Steril. 2000;74:771-779.

Sexuality, Reproduction & Menopause ©2009 Lebhar-Friedman, Inc.
 
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