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Eine neue Evaluation des Brustkrebsrisikos unter Hormonersatztherapie bezüglich des verwendeten Progestatifs -
von Henri Rozenbaum (Februar 2009)
UNE NOUVELLE ÉVALUATION DU RISQUE DE CANCER DU SEIN
SOUS TRAITEMENT HORMONAL SUBSTITUTIF EN FONCTION DU PROGESTATIF UTILISÉ
par Henri ROZENBAUM
(Février 2009)
Kommentare :
Die Erhöhung des Brustkrebsrisikos unter HRT, die von den Finnländern wieder bestätigt wurde, ist deutlich mit der zu vergleichen, die bei der WHI Studie beobachtet wurde.
Letztere, erinnern wir uns, hatte eine Erhöhung des Brustkrebsrisikos in Verbindung mit konjugierten Östrogenen beobachtet- MPA kontinuierlich verabreicht (3) aber nicht mit alleinigen Östrogenen (4). Die finnländischen Autoren hatten hingegen zuvor eine Erhöhung des Brustkrebsrisikos bei alleiniger Anwendung von Östrogenen, länger als 5 Jahre (5) beobachtet, indem sie sich wieder den Schlussfolgerungen der Meta-Analyse von Lancet anschlossen. Die meisten der anderen veröffentlichten Studien haben keinen Unterschied zu den verschiedenen Progestinen (frz: Progestatif), die unter HRT verwendet werden, ermittelt. Eine neue deutsche Studie hat allerdings auch ein höheres Brustkrebsrisiko bei NETA als bei den Abkömmlingen des Progesterons beobachtet. Aber es gilt vor allem die vorliegende Studie mit der Studie E3N zu vergleichen.
Erinnern wir uns, dass bei dieser französischen Kohortenstudie keine Erhöhung des Brustkrebsrisikos mit Progesteron und Dydrogesteron beobachtet wurde.
Das Progesteron wird in Finnland anscheinend nicht verwendet, aber betreffend des Dydrogesterons sind die Resultate identisch mit denen der französischen Studie.
Um mit Bedauern abschließend zu sagen: die Autoren unterlassen es in ihrem Résumé das nicht erhöhte Brustkrebsrisiko mit Dydrogesteron zu erwähnen, und lassen die Leser in Unkenntnis über dieses wesentliche Phänomen.
