Hier können Sie in unserem FEMICA-FORUM
mit anderen Betroffenen über ihre Erfahrungen diskutieren!
Link: http://femica.plusboard.de
Wir freuen uns sehr auf Ihre Beiträge!
FEMICA - VORTRAG
FEMICA-die Bedeutung von Gebärmutter und Eierstöcken
FEMICA- Selbsthilfe für Frauen mit Unterleibsoperationen
Selbsthilfegruppentreffen in
Graz
Innsbruck
Wien
- Frauen wissen zu wenig über die gesundheitliche Bedeutung und Funktion ihrer Geschlechtsorgane
- Eierstöcke und Gebärmutter dienen nicht nur der Fortpflanzung sondern haben wichtige biochemische und anatomische Aufgaben für Gesundheit und Wohlbefinden - ein Leben lang
- Eierstöcke und Gebärmutter gehören zur Frau wie Hoden und Penis zum Mann - sie sind zwar äußerlich nicht sichtbar aber deshalb NICHT weniger wert als die männlichen Geschlechtsorgane
TABUTHEMA : LEBEN OHNE SEXUALORGANE
- Der Verlust der Sexualorgane (Gebärmutter und vor allem Eierstöcke) hat Mangelzustände zur Folge, die von Frau zu Frau unterschiedlich in ihrer Schwere ausfallen können
- Keine Frau kann sich vorstellen, was es bedeutet ohne Eierstöcke und/oder Gebärmutter leben zu müssen, bevor sie es nicht selbst erleben muss
- NIEMAND kann vorhersagen, wie sehr es eine Frau betreffen wird
- Alle gesundheitlichen Probleme rund um die Sexualorgane sind bei uns schambehaftet und leider oft TABU
WELCHE FRAUEN BETRIFFT ES?
- Frauen mit kranken Eierstöcken
- Frauen nach Entfernung der Eierstöcke
- Frauen mit chemischer und radiologischer Ausschaltung der Eierstöcke
- Frauen manchmal auch nach einer Gebärmutterentfernung
HALLO WIR SIND EURE EIERSTÖCKE!
Im Bauch versteckt, aber sehr wichtig für Eure Gesundheit!
Wir sind nicht nur zum Kinderkriegen da!
Wir arbeiten auch NACH den Wechseljahren!
Wir verleihen Euch Schönheit, Weisheit und Stärke
(Zitat nach Prof. Dr. Dr. Johannes Huber)
EIERSTOCKHORMONE/SEXUALHORMONE
WICHTIG : Eierstöcke arbeiten auch nach den Wechseljahren!
• Sie erzeugen auch noch im Alter Hormone: vor allem Androgene (männliche Hormone):
für u. a.:
Kraft, Wohlbefinden, Fettstoffwechsel Sexualempfinden, Libido, Knochen- und Muskelmasse
Hormonmangel betrifft den gesamten Organismus!
Nicht nur beim Mann, auch bei der Frau!
Alle Hormondrüsen des Körpers bilden eine EINHEIT:
Kleinste Veränderungen der Hormonkonzentration haben daher weitreichende Folgen
Sexualität ist NICHT nur im KOPF!
JEDE FRAU braucht dazu die SEXUALORGANE!
• SEXUALORGANE und SEXUALHORMONE (DAHER AUCH IHR NAME) braucht man für die SEXUALITÄT
Beispiel zur Erläuterung:
Jeder Opernsänger hat die Noten, die er singen möchte im Kopf- wenn er keine Stimmbänder hat- wird es trotz Kopf nicht funktionieren
Was kann passieren wenn die Sexualhormone plötzlich weg sind?
- Schwindel
- Migräne
- Depressionen
- Verlust des Kurzzeitgedächtnisses
- Immunschwäche
- Übelkeit
- veränderte Empfindungen
- Veränderter Körpergeruch
- verändertes Körpergefühl
- Veränderung der Körperform (dicker Bauch, Wachsen der Brüste, dicke Oberarme)
- Verblassen der Brustwarzenfarbe
- Rückbildung der Schamlippen
- Ergrauen der Haare
- Verlust der Schambehaarung
- Austrocknen der Schleimhäute
- Austrocknen der Haut
- starke Gewichtszunahme
- starke Müdigkeit
- Antriebslosigkeit
- Gelenkschmerzen
- Extremste Hitzewallungen
- Kälteschauer
- Blasen- und Scheideninfektionen
- Inkontinenz
- Scheidentrockenheit
- Verlust der Libido
- keine oder eingeschränkte Orgasmusfähigkeit
- Vermindertes oder nicht vorhandenes Sexualempfinden
- Schmerzen beim Liebesakt
LANGZEITFOLGEN VON MANGEL AN SEXUALHORMONEN
LANGZEITFOLGEN ohne ausreichende Hormonbehandlung:
- Herz-Kreislauferkrankungen
- Osteoporose
Neue Forschungen:
- Parkinson
- Demenz
- Kürzere Lebensdauer
KEIN Nutzen einer prophylaktischen Ovarektomie
• Erhalt des Eierstockes im 50 - 54 LJ:
Überlebensvorteil im 80. LJ von 8.58%
• Erhalt des Eierstockes im 55- 59 LJ:
Überlebensvorteil im 80. LJ von 3.92%
Eierstockentfernung/Ovarektomie im 50 - 54 LJ:
Je 10.000 Frauen: + 838 Todesfälle - KHK (Herzkreislauferkrankung)
+ 158 Todesfälle - Schenkelhalsfraktur
- 47 Todesfälle - Ovarialkarzinom
Fazit: Frauen vor dem 60 (65) LJ profitieren vom Erhalt des Ovars!
Obstet Gynecol. 2005 Aug;106(2):219-26 PMID: 16055568 [PubMed - indexed for MEDLINE]
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16055568?dopt=Abstract#why
HORMONTHERAPIE MUSS INDIVIDUELL ABGESTIMMT WERDEN
• Frauen ohne Eierstöcke brauchen dringend gute, einfühlsame endokrinologische Betreuung -
• REALITÄT sieht leider oft so aus:
Es wird oftmals KEINE individuelle Betreuung angeboten
Grenzen der Hormontherapie
• Hormone und ihre Wirkung sind NOCH NICHT zur Gänze erforscht
• Hormone sind wichtige Botenstoffe für den Gesamtorganismus und UNVORSTELLBAR GERINGE Mengen haben bereits große Wirkung
• JEDER hat INDIVIDUELLE Hormonzusammensetzung im Körper
• LANGZEITFOLGEN der Hormontherapie sind UMSTRITTEN
Hormone können helfen aber ORGANE NICHT ersetzen!
• Hormontherapie kann NICHT die Eierstöcke ersetzen, sie ist eine KRÜCKE, ohne die betroffene Frauen überhaupt keine Lebensqualität mehr hätten
• Hormontherapie kann unterschiedliche, teils schwere Nebenwirkungen haben
Nicht alle Frauen vertragen sie
• Verträglichkeit ist bei JEDER Frau ANDERS!
• Verlust der Eierstöcke bedeutet jahrelange Abhängigkeit von Hormonpräparaten!
Aufklärung und Hilfestellung von Experten bei Hormontherapie ist sehr wichtig
• Wissensmangel über Formen und Präparate und evt. Langzeitfolgen (oftmals Wissensdefizit über weibliche Androgene)
• Einstellen auf die individuell richtige Hormontherapie erfordert vielleicht jahrelange Geduld
• Die Hormontherapie kann das ursprüngliche Körperempfinden nicht immer wiederherstellen- die betroffene Frau muss sich daher mit einem neuen „redesigned“ Körpergefühl abfinden
• Nicht alle, vielleicht dringend notwendigen Hormonpräparate werden von der Krankenkasse bezahlt
Wo kann man Hilfe, Informationen und Kontakte zu Betroffenen bekommen?
• In erster Linie bei Spezialisten der Endokrinologie (Lehre über Hormondrüsen)
• Bei ganzheitlich ausgerichteten ÄrztInnen
• Bei Frauengesundheitszentren
• Bei support groups (Selbsthilfegruppen) vor allem in den USA und England, die ihre Hilfe in Internetforen anbieten
• Auf den websites der führenden EndokrinologInnen und SexualmedizinerInnen weltweit
• Sehr viel Information durch gute Fachquellen im Internet, vor allem im französischen Netz (Kenntnis der französischen und englischen Sprache erforderlich)
ORGANVERLUST!
Frau mit und ohne Eierstöcke ist nicht dasselbe!
Entfernung beider Eierstöcke = KASTRATION
und NICHT die Wechseljahre!
• Wechseljahre: KEIN ORGANVERLUST
Wechseljahre hat JEDE FRAU- (jahrelanger natürlicher Prozess)
• Kastration: ORGANVERLUST
Wechseljahre werden übersprungen - einfach ausgelassen!
Körper wird SOFORT in einen Zustand
jenseits der POSTMENOPAUSE katapultiert - mit teilweise gravierenden Ausfallserscheinungen.
Diese Kastrationsfolgen, die altersabhängig unterschiedlich schwer sind, haben NICHTS mit „normalen“ Wechselerscheinungen zu tun.
Gerade Frauen vor der Menopause sind besonders schwer betroffen.
KASTRATION: von lat.: castrao, castratus für schwächen, berauben, entnehmen, entkräften
Operative Entfernung bzw. künstliche Ausschaltung der Eierstöcke = Ovariektomie = Kastration
• Verlust des Geschlechtstriebes und der Fortpflanzungsfähigkeit.
• Schwere psychische Alteration
• Körperliche Ausfallserscheinungen
• Langfristige seelische und körperliche Störungen möglich
• Eine Kastration ist in jedem Fall ein schwerwiegender Eingriff mit weitreichenden Folgen für den Menschen oder ein Tier, sowohl männlichen als auch weiblichen Geschlechtes.
Quellen : Pschyrembel (med. Lexikon)
http://de.wikipedia.org/wiki/Kastration
CHIRURGISCHE MENOPAUSE/ KASTRATION
„Es ist, als ob mein Körper erlöschen würde.“
Jede zweite Frau klagt über Rückgang der
Libido, schweres psychisches Leid nach einer
chirurgischen Menopause- auch wenn sie
mit Östrogenen substituiert wird. Den Frauen
auf ihre Klagen hin zu sagen,
“Madame, das ist im Kopf”, wie es lange Zeit
Gepflogenheit war, ist eine Blödheit, bekräftigt
Dr. Sylvain Mimoun,Gynäkologe, Androloge,
Psychiater, Paris
„GESTOHLENE JAHRE“
Die chirurgische Menopause ist eine schwere Prüfung, vor
allem auf psychologischem Niveau. Für die Frauen hat sie NICHTS
mit der natürlichen Menopause zu tun.
Die chirurgische Menopause ist unerwartet.
Sie ist eine Krankheit.
Die chirurgische Menopause wird noch viel schlimmer erlebt als
die frühzeitige Menopause, denn sie bedeutet seinen Uterus und
die Ovarien zu verlieren, den Sitz der Weiblichkeit.
Aber die Konsequenzen sind auch physisch und kommen brutal zutage.
Die chirurgische Menopause bedeutet die definitive Sterilität, und oft
Osteoporose, kardiovaskuläre Probleme, Rückgang der Libido,
Hitzewallungen, Müdigkeit, Schlaflosigkeit, Gewichtszunahme.
Die chirurgische Menopause mischt die Karten völlig neu, das ist
also ein Schock, der mit einem tiefen Gefühl der Ungerechtigkeit
einhergeht bezüglich dieser „gestohlenen“ Jahre.
Dr. Michèle Lachowsky, Gynäkologin, Vizepräsidentin der franz. Menopausengesellschaft
http://www.medspe.com/site/templates/template.php?identifiant_article=3328&surlignage=1&PHPSESSID=ad
VERSEHRTHEITSSTATUS
Verlust der Gebärmutter bis zum vollendeten 40. Lebensjahr:
30% Versehrtheit
Verlust beider Ovarien bis zum vollendeten 20. Lebensjahr:
50% Versehrtheit
Verlust beider Ovarien bis zum vollendeten 40. Lebensjahr:
40% Versehrtheit
Verlust beider Ovarien bis zum vollendeten 50. Lebensjahr:
30% Versehrtheit
Postoperative Verwachsungen bzw. dadurch bedingte Lageveränderungen von Organen des inneren Genitale, je nach Ausmaß der funktionellen Störungen:
20 - 40% Versehrtheit
Eventuelle psychovegetative Reaktionen nach gynäkologischen Eingriffen werden extra bewertet und hinzugezählt.
BUNDESSOZIALAMT
Folgen für Partner, Kinder, Familie, Freundeskreis
• NIEMAND kann sich vorstellen, was es tatsächlich heißt, ohne Geschlechtsorgane leben zu müssen, bevor man es nicht selber erlebt hat!
• Partner werden VOR den Operationen über die Folgen, vor allem das Sexualleben betreffend, nicht informiert
• Im schlimmsten Fall können dadurch Partnerschaften zerbrechen
• KINDER leiden extrem, wenn die Mutter gesundheitlich so belastet ist
• Auch die Partner und Kinder würden Information und Hilfe benötigen
FOLGEN FÜR DAS BERUFSLEBEN
• Kommt es zu Unverträglichkeiten der Hormontherapie kann das vermehrte Arztbesuche und Krankenstände nach sich ziehen…
• Probleme am Arbeitsplatz sind dann vorprogrammiert …
• Im schlimmsten Fall: Arbeitsplatzverlust, Frühpension - wirtschaftlicher Ruin
Sind die weiblichen Geschlechtsorgane weniger wert als die männlichen?
• Keinem älteren Mann werden Hoden prophylaktisch entfernt -
• Jedem Mann, dem die Hoden entfernt werden, wird Mitgefühl entgegengebracht, und die Schwere des operativen Eingriffes ist JEDEM bewusst
• Bei Frauen wird das Leid des Verlustes der so wichtigen Keimdrüsen VERHARMLOST und TABUISIERT
ANDERE LÄNDER - ANDERE SITTEN
• Große Unterschiede allein bei Entfernungen der Gebärmutter in Europa:
14% Frankreich
15% Italien
32% Großbritannien
35% Deutschland
46% Niederlande
Quelle:
CNGOF (Nationalcollege der Franz. Gynäkolgen 30 mai 2000)
http://www.cngof.asso.fr/d_cohen/coB_19.htm#haut
• In den romanischen Ländern ist die Wertschätzung der weiblichen Geschlechtsorgane viel größer als bei uns und auch ihre große Bedeutung für ein gesundes Sexualleben allgemein bekannt
Ziele von FEMICA
http://femica.twoday.net/
• Aufklärung über Folgen von Verlust von Eierstöcken und Gebärmutter
• Aufklärung über Folgen von Hormonmangel
• Mehr organerhaltende Operationen bei gutartigen Erkrankungen
• Anerkennung der Wertigkeit der weiblichen Geschlechtsorgane wie die der Männer
• Sorgfältige Aufklärung VOR den Operationen und KOSTENLOSE GANZHEITLICHE und PSYCHOLOGISCHE Betreuung NACH
den Operationen
• Einbeziehung der Partner
• Das Tabu rund um die Folgen von Unterleibsoperationen, auch die der SEXUELLEN Folgen, brechen
• Bewusstsein über die große gesundheitliche Bedeutung von Gebärmutter und Eierstöcke schaffen
• Dass die Folgen von Gebärmutter- und Eierstockentfernungen nicht mit den Wechseljahren „verwechselt“ werden
• Dass Frauen mit ihren gynäkologischen Problemen ernst genommen werden

