Hier können Sie in unserem FEMICA-FORUM
mit anderen Betroffenen über ihre Erfahrungen diskutieren!
Link: http://femica.plusboard.de
Wir freuen uns sehr auf Ihre Beiträge!
FACHBEGRIFFE
Eine chirurgische Entfernung oder sonstige Zerstörung der Eierstöcke kann nicht mit dem natürlichen Klimakterium verglichen werden. Denn der Hormonverlust ist abrupt und endgültig, ganz im Gegensatz zum natürlichen Wechsel, den jede Frau mitmacht.
Die Eierstöcke der Frau sind bis ins hohe ALter aktiv.
Sie versorgen die ältere Frau mit Androgenen, die für einen gesunden Hormonhaushalt wichtig sind.
Das Klimakterium ist wie die Pubertät ein natürlicher Abschnitt im Leben einer Frau und keine Krankheit; sie bedarf in der Regel keiner Behandlung. Eventuell behandelt werden müssen Beschwerden, die die hormonelle Umstellung verursachen kann.
Um das 50. Lebensjahr beginnen die Eierstöcke allmählich weniger Geschlechtshormone (Östrogene) zu produzieren. Dieser Prozess dauert mehrere Jahre und wird in verschiedene Phasen eingeteilt. Am Beginn stehen Blutungsunregelmäßigkeiten und vegetative Symptome wie die typischen Hitzewallungen, Herzrasen, Stimmungsschwankungen und gesteigerte Nervosität. Danach kommt es zum endgültigen Sistieren der Blutungen und durch den Östrogenmangel zu organischen Veränderungen, die in erster Linie die Genitalschleimhaut betreffen. Weitere Folgen der hormonellen Umstellung sind vor allem Osteoporose und Blutdruckanstieg. Etwa die Hälfte aller Frauen klagen über Wechselbeschwerden. Bei einem Drittel der über 50-Jährigen werden Hormonpräparate als Therapie verschrieben. Um die vegetativen Symptome (Hitzewallungen und Schweißausbrüche) zu bessern, sind sie bis heute die wirksamsten Mittel. Im Gegensatz zu früher wird die Hormonersatztherapie (HRT) mit Östrogen-Gestagen-Präparaten jedoch nicht mehr als routinemäßiges Verfahren empfohlen (Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe). Wegen ihrer Nebenwirkungen wird bei der HRT eine regelmäßige Kontrolluntersuchung beim Frauenarzt empfohlen. Alternativ helfen auch pflanzliche Präparate sowie eine Lebensstiländerung.
Klimakterische Symptome
diese können umso heftiger sein, je jünger eine Frau die Funktion der Eierstöcke verliert
Vegetative Symptome
- Hitzewallungen
- Schweißausbrüche
- Schwindelgefühl
- Herzklopfen, Herzrasen, Herzstolpern
Psychische Symptome
- depressive Verstimmung(Mutlosigkeit, Traurigkeit, Antriebslosigkeit, Stimmungsschwankungen)
- Schlafstörungen(Einschlaf-, Durchschlafstörungen)
- Nervosität, Reizbarkeit(innere Anspannung, Aggressivität)
- Ängstlichkeit(innere Unruhe, Panik)
- Leistungs-/Gedächtnisminderung
- Konzentrationsschwäche
- Vergesslichkeit
Organische Symptome
- Rückbildung der inneren u. äußeren Geschlechtsorgane
- Trockenheit der Scheide(Brennen, Beschwerden beim Geschlechtsverkehr)
- Harnwegsbeschwerden(Beschwerden beim Wasserlassen, häufiger Harndrang, unwillkürlicher Harnabgang)
- Haut- und Haarprobleme
- Veränderungen d. Schleimhäute(Mund, Nase, Augen)
- Gelenk- u. Muskelbeschwerden
- Gewichtszunahme
- Veränderungen des sexuellen Verlangens/Erlebens
Hysterektomie ist die operative Entfernung der Gebärmutter. Der medizinische Fachausdruck kommt aus dem Griechischem (hystera = Gebärmutter, ektomie = herausschneiden).
Es gibt drei Möglichkeiten eine Hysterektomie durchzuführen:
- laparaskopische Hysterektomie
- chirugisch durch einen Bauchschnitt (abdominale Hysterektomie)
- durch die Scheide (vaginale Hysterektomie)
In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde die Hysterektomie bei der Therapie von Hysterie angewendet. Weil man glaubte, dass Hysterie als reine Frauenkrankheit durch die Gebärmutter entstehe, entfernte man im Zuge der aggressiven Operationspraxis der Zeit das gesamte Organ.
Unter Ovarektomie versteht man die Entfernung des Eierstockes, unter der bilateralen Ovarektomie die Entfernung beider Eierstöcke, was die de facto Kastration bedeutet. Allerdings wird das Wort KASTRATION bei Frauen im deutschen Sprachraum für diesen chirugischen Eingriff kaum Verwendet.
Unter einer Kastration - von lat.: castrao, castratus = (schwächen, berauben, entnehmen, entkräften) - wird üblicherweise die operative Entfernung der Geschlechtsdrüsen verstanden. Bei Frauen ist die Verwendung des Begriffes "Kastration" nur im umgangssprachlichen Sinn üblich. In der Medizin ist darunter eine Entfernung der Eierstöcke zu verstehen (Ovarektomie). In der Tiermedizin ist der Ausdruck auch für weibliche Tiere üblich.
Sterilisation
Unter einer Sterilisation versteht man einen medizinischen Eingriff, der einen Menschen oder ein Tier unfruchtbar (das heißt unfähig zur Fortpflanzung) macht. Bei der Frau erfolgt dies meistens durch eine Ligatur der Eileiter (Tuben), der Entfernung eines Stücks der Eileiter oder durch die Entfernung des Fransentrichters(Fimbrientrichter). Die Sterilisation darf nicht mit der Kastration verwechselt werden, da diese viel schwerwiegendere Folgen für den Körper hat.
Myome
Myome der Gebärmutter (Uterus) sind die insgesamt häufigsten aller gutartigen Neubildungen. Es sind gutartige Geschwülste der Muskulatur der Gebärmutterwand (Leiomyome), die bei ca. 20-25% aller Frauen auftreten und hierbei wiederum in ca. 5-10% der Fälle Symptome, d.h. chronische Beschwerden verursachen. Diese äußern sich durch verlängerte oder verstärkte Regelblutungen, Zwischenblutungen, Dauerblutungen,Störungen beim Wasserlassen, Fremdkörpergefühl, Druck auf Nachbarorgane (Darm, Harnblase) oder Missempfindungen beim Geschlechtsverkehr. Die Größe von Myomen kann von wenigen bis zu mehr als 20 Zentimeter Durchmesser betragen, sie können einzeln oder in Vielzahl auftreten. Ihre Lage an
verschiedenen Stellen der Gebärmutter kann sowohl inmitten ihrer Wand, als auch am inneren oder äußeren Randbereich sein (intramural, submukös, subserös). Selten sind Myome auch gestielt, d.h. sie hängen nur noch mit einem Gewebestiel mit der Gebärmutter verbunden in der Gebärmutterhöhle oder Bauchhöhle. Eine Gebärmutterentfernung sollte bei Myomen nur mehr in ganz seltenen Fällen vorgenommen werden.
Hypoactive Sexual Desire Disorder
Unter der international als "Hypoactive Sexual Desire Disorder HSDD)" bezeichneten Störung versteht man einen Mangel oder das Fehlen sexueller Gedanken oder der Empfänglichkeit für sexuelle Aktivitäten. Bei den Betroffenen ist aber nur dann eine Behandlung erforderlich, wenn diese Störung zu seelischen oder zwischenmenschlichen Problemen führt. Eine HSDD kommt häufig bei Frauen mit chirurgisch induzierter Menopause vor, besonders nach beidseitiger Ovarektomie.
Ärzte Zeitung, 27.09.2006
Verwachsungen /(Adhäsionen)
Postoperative Adhäsionen nach chirurgischen Eingriffen im Abdomen (Bauch) stellen ein großes Problem für Patienten, Operateure und für das Gesundheitswesen dar.
Was ist eine Konisation?
Eine Konisation ist ein operativer Eingriff, welcher üblicherweise in Vollnarkose oder in Regionalbetäubung, in seltenen Fällen auch in örtlicher Betäubung durchgeführt wird. Bei diesem Eingriff wird Gewebe im Bereich des äußeren Muttermundes (Portio) entnommen. Es gibt verschiedene chirurgische Techniken (Skalpell, Laser, elektrische Schlinge) eine Konisation durchzuführen.

