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ZEITUNGSARTIKEL - HYSTEREKTOMIE
Unnötige Hysterektomien werden immer mehr in Frage gestellt
Artikel zu Hysterektomie
Werden Hysterektomien zu häufig durchgeführt?
Mehr als 600.000 amerikanische Frauen werden sich dieses Jahr einer Hysterektomie unterziehen, d.h. sich den Uterus entfernen lassen. Diese Rate ist unter den höchsten in der industriellen westlichen Welt. Im Alter von 60 wird eine von drei Frauen diese Operation hinter sich haben, und in der Mehrzahl der Fälle wird man ihnen bei diesem Eingriff auch die Eierstöcke und Eileiter entfernt haben. Die Ärzte haben sich schon seit langem bei der Behandlung von Zyklusstörungen bis zum Krebs auf die Methode der Hysterektomie konzentriert, doch diese weitverbreitete Praxis ruft einige Kritiker auf den Plan, die damit argumentieren, dass es sich dabei eigentlich um die Kastration von Frauen geht.
Was sollen also die Frauen tun? Die Wahrheit über die Folgen einer Hysterektomie liegt irgendwo zwischen den Extremen, und die Experten sagen, dass der beste Weg die Information der Patientinnen über alternative Methoden sei. In den Vereinigten Staaten unterziehen sich 10% der Patientinnen wegen Tumoren in den Eierstöcken, im Uterus und im Gebärmutterhals einer Hysterektomie. In diesen Fällen stimmen die meisten Ärzte überein, dass der Eingriff unumgänglich sei. Diese Patienten erleben die Hysterektomie in ihrer radikalsten Form, wobei sowohl der Uterus als auch der Gebärmutterhals, und sogar der obere Teil der Vagina und die Lymphknoten entfernt werden.
Die restlichen 90% der Patientinnen entscheiden sich jedoch aus Gründen, die nichts mit Krebs und Lebensgefahr zu tun haben und daher, so könnte man sagen, unwesentlich und irrelevant sind: 35% der Frauen lassen sie wegen Fasergeschwülsten (gutartigen Tumoren im Uterus) durchführen, weitere 30% wegen übermäßig starker Regelblutungen. Andere häufige Gründe für eine Hysterektomie sind auch Endometriose (Gewebswucherungen außerhalb des Uterus), und Schmerzen im Beckenbereich. Heutzutage unterziehen sich doppelt so viele Frauen in den 20ern und 30ern einer Hysterektomie wie Frauen in den 50ern und 60ern.
Neben dem Krebs „gibt es nichts in der Gynäkologie, das nur auf eine einzige Weise behandelt wird“, sagt Dr. William Parker, Vorstand der Abteilung für Geburtshilfe und Gynäkologie am Saint John´s Hospital in Santa Monica, Kalifornien, und Autor des Buches A Gynecologist's Second Opinion (Die zweite Diagnose eines Gynäkologen). „Wenn Ihnen nur eine Möglichkeit angeboten wird, ist es wahrscheinlich, dass Ihr Arzt keine anderen kennt“.
Nehmen Sie z.B. die Fasergeschwülste: Dr. Parker zweifelt die allgemeine Meinung an, dass diese oft zu Krebs führen können; die tatsächliche Rate von solchen Fällen ist äußerst selten, nämlich weniger als 1 von 1000. Gemäß Dr. Parker sollten die Patientinnen so vorgehen, dass sie mit ihrem Arzt sprechen und beobachten, wie sich die Geschwülste für sie anfühlen: Ob sie Schmerzen, Blähungen oder starke Regelblutungen verursachen, und ob sie die Stimmung und die Energie beeinflussen. Für Patientinnen, die sich dafür entscheiden, diese Geschwülste entfernen zu lassen, gibt es Alternativen zur Hysterektomie: Die laparoskopische Myomektomie entfernt Fasergeschwülste durch etwa zentimeterlange Einschnitte in der Bauchdecke. Die laparoskopische Myomektomie kann angewandt werden, wenn sich das Gebärmuttermyom an der Außenseite der Gebärmutter befindet. Durch kleine Einschnitte schiebt der Arzt eine Sonde, auf der eine kleine Kamera befestigt ist, sowie eine weitere Sonde mit chirurgischen Instrumenten in das Innere der Bauchhöhle und entfernt die Tumore. Dieser Eingriff wird unter Vollnarkose durchgeführt, die Patientin ist nicht bei Bewusstsein.
Die Embolisierung der Gebärmutterarterie besteht darin, dass ein auf Eingriffe spezialisierter Radiologe einen kleinen Schnitt in der Leistengegend vornimmt und ein kleines Röhrchen, einen sogenannten Katheter, durch die Arterie schiebt. Wenn der Katheter die Gebärmutterarterie erreicht hat, werden kleine Kunststoff- oder Gelatinepartikel freigesetzt, um den Blutfluss im Tumor zu unterbrechen, wodurch dieser zum Schrumpfen gebracht wird.
Um schwere Regelblutungen zu behandeln, können die Patientinnen ein interuterines Präparat verwenden, das mit Hormon Levonorgestrel, einer Art von Progesteron, beschichtet ist. Eine Studie mit finnischen Frauen zeigte, dass zwei Drittel der Patientinnen, die diese Präparate verwendeten, die Hysterektomie vermeiden konnten, da die Blutungen deutlich nachließen oder aufhörten.
Das Präparat hat auch dazu beigetragen, die OP-Raten in Großbritannien auf ein Drittel des Wertes zu senken, der noch vor einem Jahrzehnt üblich war. Und in den meisten Fällen von Endometriose, sagt Dr. Parker, können die Patientinnen entweder mit Medikamenten oder laparoskopischen Methoden behandelt werden. Bei diesen Alternativen sollte die Hysterektomie der letzte Ausweg sein, nicht die erste Wahl.
Rick Schweikert, Programmdirektor der HERS Foundation, einer gemeinnützigen Organisation, die Frauen über Hysterektomie informiert, sagt, dass diese chirurgischen Eingriff die gleiche Entwicklung nehmen sollte wie die Tonsillektomie (Mandeloperation), nämlich den allmählichen Verzicht darauf. HERS vergleicht die Prozedur der Hysterektomie mit einer Kastration und stellt fest, dass die Nachteile bei weitem die Vorteile überwiegen. Eine aktuelle Befragung von betroffenen Frauen ergab Symptome wie erhöhte Reizbarkeit, verringertes sexuelles Verlangen, Müdigkeit und reduziertes Empfindungsvermögen im Genitalbereich.
Andere Risiken dieser Operation sind Verletzungen der Harnblase oder der Gedärme. HERS sagt, dass es auch wirtschaftliche Gründe für die Reduzierung der Rate an Hysterektomien gibt und schätzt, dass jährlich 17 Milliarden $ eingespart werden könnten, wenn die Ärzte endlich damit aufhören würden, diesen Eingriff unnötigerweise durchzuführen.
In einer Studie im Bereich Geburtshilfe und Gynäkologie aus dem August 2005 fand Dr. Parker heraus, dass die Entfernung der Eierstöcke auch für die betroffenen Frauen das Risiko erhöht, an einer Herzkrankheit zu sterben. Neuere Studien treten auch dafür ein, die Eierstöcke zu belassen, da sie langfristig die Gesundheit dadurch positiv beeinflussen, da sie nach dem Wechsel kontinuierlich die wichtigen Hormone Östrogen und Progesteron ausschütten. Trotzdem ist der erwartete Rückgang an Hysterektomien nicht eingetreten und die Zahl der Oophorektomien (Entfernung der Eierstöcke) sogar steigend. Die Gründe dafür: Dr. Parker sagt, dass viele Ärzte noch nicht mit den neuen Techniken vertraut sind, die schwierig sein können, und dass Versicherungsanstalten noch immer mehr für Hysterektomien ausgeben als für alternative Therapien, die den Uterus und die Eierstöcke erhalten.
Dr. Mary Jane Minkin, eine Professorin an einer Klinik für Geburtshilfe und Gynäkologie an der Yale University School of Medicine, glaubt, dass die Beschreibung der Hysterektomie als Kastration sowohl übertrieben als auch ungenau ist. Viele Patientinnen profitieren von diesem Eingriff. Sie gibt jedoch zu, dass man nicht schwarz-weiß malen sollte: „Es kommt vor allem auf individuelle Behandlung an.“ Dr. Minkin sagt, dass Frauen ihren spezifischen Zustand und die Risiken genau kennen und verstehen müssen, die sie mit der Hysterektomie und den verfügbaren Behandlungsoptionen eingehen. Dr. Parker stimmt dem zu. „Es ist wirklich schwer, das Verhalten von Ärzten zu ändern“, sagt er. „Ich versuche, das der Frauen zu ändern. Es ist nämlich in ihrem ureigensten Interesse“
http://www.time.com/time/health/article/0,8599,1644050,00.html
Berührendes Video über Hysterektomie:
http://www.youtube.com/watch?v=PiZoLcxchfE
NEUE ERKENNTNISSE
Unnötige Hysterektomie
Warum diese weitverbreitete Operation so oft durchgeführt wird
Von Lise Cloutier-Steele
In der kanadischen Provinz Ontario wo ich lebe, ist die Hysterektomie der am weitesten verbreitete chirurgische Eingriff. Mehr als 20.000 wurden allein in den Jahren 1994-95 durchgeführt. Die Entscheidung für die Hysterektomie mag mehr mit der Einstellung und den chirurgischen Fähigkeiten der ansässigen Gynäkologen zu tun haben als mit medizinischen Notwendigkeiten. Es scheint wenig Sinn in der Art und Weise zu liegen, wie leichtfertig viele Ärzte diesen oft lebensverändernden Eingriff befürworten und auch durchführen. Nach Maßgabe des Toronto Institute for Clinical Evaluative Sciences (ICES) liegt die Rate an Hysterektomien pro Region zwischen 274 und 797 pro 100,000 Frauen. Nicht überraschend hat die Ontario Medical Association im Jahre 1988 einen Bericht herausgegeben (der allerdings nicht für die Öffentlichkeit bestimmt war), in dem festgestellt wurde, dass in Ontario viel zu viele Hysterektomien durchgeführt wurden.
Ein Bericht über die missbräuchliche und zu häufige Anwendung von Hysterektomien in Kanada wurde jedoch im Jahre 2002 veröffentlicht. Er bestätigte, dass die Situation in Kanada sehr ähnlich ist wie in den Vereinigten Staaten. Dr. Donna Stewart, Professorin der University von Toronto and Vorstand der Abteilung für Frauenmedizin am University Health Network, leitete ein Expertenkommission über Hysterektomie-Praktiken in Ontario. Ein vollständiger Text des Berichts der Kommission ist unter www.ontariowomenscouncil.on.ca zu finden (Siehe auch unter Medizinische Quellen in Teil III)
Nach Aussage von Dr. Stewart gibt es viele Faktoren, die zu der hohen Rate an Hysterektomien beitragen. Z.B. sind viele Ärzte nicht gewillt, andere oder weniger invasive Behandlungsmethoden zu zusammen mit ihren Patientinnen zu suchen. Das ist eine sehr unerfreuliche Situation, da die Frauen keine Chance für eine auf ausreichende Information basierende Entscheidung haben, wenn sie nicht auf die Möglichkeit weniger drastischer Optionen hingewiesen werden.
Bildung und soziale Stellung sind zwei weitere wichtige Faktoren., und Dr. Stewarts Bericht zeigt, dass die Hysterektomie-Rate ist in armen ländlichen Bezirken am höchsten, wo auch das Bildungsniveau niedrig ist. Ähnlich in den Vereinigten Staaten ist auch dort in den Südstaaten die Rate am höchsten. Überraschenderweise betrachten viele Frauen die Hysterektomie auch als eine dauernde Lösung zur Geburtenkontrolle, während andere einfach der Meinung sind, man müsse das eben machen, weil es auch schon ihre Mütter und Schwestern vor ihnen auch gemacht haben. Jedenfalls rechtfertigt keine der obigen Erklärungen die Fortsetzung der derzeitigen Situation mit unnötigen chirurgischen Eingriffen an weiblichen Patienten, doch alle bestätigen den Bedarf an mehr Bildung und Information, um sowohl den Frauen als auch ihren Ärzten dabei zu helfen, weniger invasive Alternativen zur Hysterektomie zu diskutieren.
Diese Zahlen sind um so beunruhigender, wenn wir bedenken, dass die überwiegende Mehrheit an durchgeführten Hysterektomien unnötig gewesen wären. Gemeinsam mit Dr. West vertritt Sandra Simkin, Autorin des Buches The Case against Hysterectomy die Ansicht, dass 90% der Hysterektomien ungerechtfertigt sind und die Probleme, gegen die sie verordnet worden waren nicht effizient beheben. Die chirurgische Entfernung des Uterus, der Eileiter, des Gebärmutterhalses und/oder der Eierstöcke ist nur dann notwendig, wenn bereits Krebs in einem der genannten Organe festgestellt wurde. Oft werden Frauen jedoch dazu gebracht, ihre Fortpflanzungsorgane nur aus dem Grund zu opfern, „nur um sicherzugehen“, dass sie nicht eines Tages auch von Krebs befallen werden könnten!
Die Logik dieses Ansatzes ist fundamental falsch und verrät, wie gering die Zunft der Ärzte den Wert der weiblichen Organe einschätzt. Ärzte raten Männern nur äußerst selten, wenn überhaupt, ihre gesunden Hoden entfernen zu lassen, „nur um sicherzugehen“, dass sie nicht eines Tages von Krebs befallen werden könnten!
Wie Sie in meiner persönlichen Leidensgeschichte lesen werden, benützte mein Hausarzt diese Taktik des Angstmachens um meine Einwilligung zur Hysterektomie zu bekommen. Sie war leider erfolgreich.
http://www.canadianliving.com/Health/wellbeing/unnecessary-Hysterectomy-n23074
Are Hysterectomies Too Common?
Tuesday, Jul. 17, 2007 By COCO MASTERS
More than 600,000 American women this year will undergo a hysterectomy, or removal of the uterus. That rate is among the highest in the industrialized world. By age 60, one in three women in the U.S. will have had the surgery, and in more cases than not, they will also have had their ovaries and fallopian tubes removed during the procedure. Doctors have long turned to hysterectomy as a treatment for conditions that range from heavy periods to ovarian cancer, but its widespread use concerns some critics, who say it's tantamount to female castration.
So, what are women to do? The truth about the health effects of hysterectomy lies somewhere in between the extremes, and experts say the key is to educate patients on the alternatives to surgery. In the U.S., some 10% of patients who undergo hysterectomy do so to treat cancer of the ovaries, uterus or cervix. In such cases, doctors agree that the procedure is necessary. And these patients undergo hysterectomy in its most radical form, which involves removal of the uterus, cervix, the upper part of the vagina and the lymph nodes.
But the other 90% of hysterectomy patients opt for the surgery for noncancerous, non-life-threatening—and some would say unnecessary—reasons: 35% of women use it to remove fibroids (benign tumors in the uterus); another 30%, to do away with abnormally heavy bleeding during menstruation. Other common reasons for hysterectomy include endometriosis, or growth of tissue outside the uterus, and pelvic pain. Today, twice as many women in their 20s and 30s undergo hysterectomy as do women in their 50s and 60s.
Aside from cancer, "there's nothing in gynecology that has one treatment," says Dr. William Parker, chair of the obstetrics and gynecology department at Saint John's Hospital and Health Center in Santa Monica, Calif., and author of A Gynecologist's Second Opinion. "If you're only getting one option, it's likely that your doctor doesn't know how to do the others."
Take fibroids, for instance. Parker challenges the common misconception that fibroids can often become cancerous; the actual incidence of cancer cases in women with fibroids is very rare, less than 1 in 1,000. According to Parker, patients should treat fibroids by communicating with their doctor and monitoring how the fibroids make them feel—whether they cause pain, bloating or heavy menstrual bleeding and whether they affect mood and energy levels. For patients who choose to remove fibroids, there are alternatives to hysterectomy: laparoscopic myomectomy eliminates fibroids through half-inch incisions made in the abdominal wall. In fibroid embolization, an interventional radiologist injects tiny polyvinyl alcohol particles, like miniature Stryofoam balls, into the uterine arteries to stop the flow of blood to the uterus and keep fibroids from growing.
To treat heavy menstrual bleeding, patients can use an interuterine device (IUD) coated with the hormone levonorgestrel, a type of progesterone. One study of Finnish women showed that two-thirds of those who used IUDs canceled their hysterectomy due to significantly reduced or stopped bleeding. The IUD has also helped hysterectomy rates fall in the U.K. to one-third of what they were a decade ago.
And for most cases of endometriosis, Parker says, women can be treated with medication or laparoscopic procedures. Given these alternatives, hysterectomy should be the last resort, Parker says, not the first option.
Rick Schweikert, program director of the HERS Foundation, a nonprofit organization that educates women about hysterectomy, says he would like to see the surgery go the way of tonsillectomy—effectively phasing it out. HERS compares the procedure to castration and says its many adverse health effects far outweigh any benefits. A recent Foundation survey of women found that those with hysterectomy reported irritability, diminished sexual desire, fatigue and lost genital sensation. Other risks of the surgery include damage to the bladder and bowels. HERS says there are also economic reasons to curb the use of hysterectomy and estimates that $17 billion would be saved annually if doctors stopped performing the procedure unnecessarily.
In an August 2005 study in Obstetrics & Gynecology, Parker found that hysterectomy with removal of the ovaries increased women's risk of dying from heart disease. More recent studies also support the idea that leaving the ovaries intact benefits women's long-term health because ovaries continue to release significant amounts of the necessary hormones estrogen and progesterone after menopause. Still, physicians have not seen the expected decrease in the number of hysterectomies, and rates of oophorectomy are climbing. The reasons: Parker says that doctors have not learned many of the new alternative techniques, which can be difficult to master, and insurance companies continue to pay out more for hysterectomies than for alternative operations that preserve the uterus and ovaries.
Dr. Mary Jane Minkin, an OB/GYN and clinical professor of obstetrics and gynecology at Yale University School of Medicine, thinks that describing hysterectomy as a form of castration is as alarmist as it is inaccurate. Many patients benefit from hysterectomy. But she says the issue isn't black and white: "It all boils down to individualization of care." Minkin says women need to understand their particular condition, the risks they face in choosing hysterectomy and the treatment options available to them. Parker agrees. "It's really hard to change doctors' behavior," he says. "I'm trying to change women. They have a vested interest."
http://www.time.com/time/health/article/0,8599,1644050,00.html
Berührendes Video über Hysterectomy:
http://www.youtube.com/watch?v=PiZoLcxchfE
WHAT'S NEW
Unnecessary hysterectomy
Why this common surgery is being performed too often.
By Lise Cloutier-Steele
In the province of Ontario, where I live, hysterectomy is the most commonly performed surgical procedure. More than twenty thousand were performed in 1994-95 alone. The choice of hysterectomy may coincide more with the inclinations and surgical abilities of local gynecologists than with medical imperatives; there seems to be little rhyme or reason in how doctors prescribe and perform this often life-altering operation. According to the Toronto Institute for Clinical Evaluative Sciences (ICES), the rate of hysterectomy per region ranges from 274 to 797 per 100,000 women. Not surprisingly, in early 1998, the Ontario Medical Association published a report (not circulated to the public) stating that too many hysterectomies were being performed in Ontario.
But a report addressing the issue of the overuse of hysterectomy in Canada was made public in June 2002. It confirmed that Canada's situation is similar to that of the United States. Dr. Donna Stewart, professor at the University of Toronto and chair of Women's Health at the University Health Network, led the expert panel on hysterectomy practices in Ontario. A complete copy of the panel's report can be viewed at www.ontariowomenscouncil.on.ca. (See Medical Resources in Part III for more information on the Ontario Women's Council.)
According to Dr. Stewart, there are many factors contributing to the high rate of hysterectomy. For instance, many doctors are unwilling to explore other less invasive treatments with their patients. This is an unfortunate situation in itself, because if a woman is not offered less drastic options, she is not given the opportunity to make an informed choice.
Education and social class are two other important factors, and Dr. Stewart's report shows that the hysterectomy rate is highest in poor, rural regions where the level of education is low. Similarly in the U.S., the hysterectomy rate is highest in the southern states. And surprisingly, some women view hysterectomy as a permanent solution for birth control, while others feel it's the "thing to do" because it's what their mothers and sisters did before them. In any case, none of the above explanations justify a prolongation of the current situation of unnecessary surgeries performed on female patients, but all confirm the need for greater education efforts to help women and their doctors discuss less invasive alternatives to hysterectomy.
These numbers are all the more disturbing when we consider that the substantial majority of hysterectomies are very likely unnecessary. Along with Dr. West, Sandra Simkin, author of The Case against Hysterectomy, argues that 90 percent of hysterectomies are unwarranted and do not effectively treat the conditions for which they are prescribed. Surgically excising the uterus, Fallopian tubes, cervix, and/or ovaries is necessary only if cancer has been detected in one of these organs. Often, however, women are convinced to surrender their healthy reproductive organs "just in case" they might one day become cancerous. The logic of this approach is fundamentally flawed, and reveals how little the medical profession seems to value women's reproductive organs. Doctors rarely, if ever, urge men to surgically excise healthy testicles "just in case" they might one day become cancerous! As you will read in my personal story, my family physician used this scare tactic, among others, to get me to agree to a hysterectomy. It worked.
http://www.canadianliving.com/Health/wellbeing/unnecessary-hysterectomy-n230749p3.html

