Hier können Sie in unserem FEMICA-FORUM
mit anderen Betroffenen über ihre Erfahrungen diskutieren!
Link: http://femica.plusboard.de
Wir freuen uns sehr auf Ihre Beiträge!
FRANKREICHS MODERNE GYNÄKOLOGIE
Französische Gynäkologie: MODERNST, Frauenfreundlich, Informativ: CNGOF http://www.cngof.asso.fr/
Das französische nationale Collège der französischen Gynäkologenschaft informiert BESTENS mittels MODERNSTER Technik, wie Diaporamas zu allem was die Gynäkologie betrifft. Jeder, der französisch spricht, kann sich so optimal informieren und ist immer am neuesten Stand der besten ExpertInnen der gesamten frankophonen Welt!
http://www.cngof.asso.fr/D_PAGES/conf2004/conf/016/index.htm
das Gyneweb- Informationsportal im Internet zur Gynäkologie http://www.gyneweb.fr/
die großartige Sparte der medizinischen Gynäkologie, die es bei uns nie gegeben hat! http://www.fncgm.com/
die GMVI- Studiengruppe für Menopause und hormonelles Altern
http://www.gemvi.org/vieillissement-hormonal.php
· Im deutschsprachigen Raum:
haben wir bei weitem nicht diese gut zusammengefassten Informationen für jeden Laien zugänglich!
Das Bewusstsein über den Wert der weiblichen Organe fehlt im deutschen Sprachraum noch weitgehend, nicht zuletzt aufgrund der mangelnden zentralen und weit gestreuten Information!
Daraus resultiert dass es bei uns oft heißt:
die ist FRAU SELBER SCHULD, bei Kurzzeit- und Langzeitfolgen (physisch, psychisch, sexuell)
nach ihrer KASTRATION oder durch ORGANVERLUST der Gebärmutter
· In den romanischen und nördlichen Ländern Europas:
Ist die der TATSACHE der ORGANENTFERNUNG von Eierstöcken und Gebärmutter SCHULD bei Kurzzeit- und Langzeifolgen (physisch, psychisch, sexuell) - und NICHT die Frau!
In den anderen europäischen Ländern, haben 30 bis 46% der Frauen keine Gebärmutter mehr wenn sie 50 Jahre alt sind, wohingegen es in Frankreich nur 14 % sind am Ende ihres Lebens
Warum?
In Frankreich wurden bis 1986 die sog. gynécologues médicales ausgebildet! Einzigartig in Europa - und das sind vorwiegend Frauen.
Was ist die gynécologie médicale?
Die Sparte "medizinische Gynäkologie" gibt es nur in Frankreich. Sie wird hauptsächlich (87%) von Frauen ausgeführt, sie
beschäftigt sich mit der Prävention und der medizinischen Obsorge für alle gynäkologischen Probleme einer Frau im Alter von 10 bis 99. Es handelt sich um einer besondere, delikate Konsultation, denn es ist eine intime Sprechstunde. Seinen Arzt zu suchen, ist am wichtigsten.. Es ist dies eine Besonderheit angepasst für die Frauen von heute, wohingegen vor 50 Jahren die Frauen vorwiegend Geburtshelfer und Chirurgen brauchten.
http://www.cdgm.org/article.php3?id_article=44
ARTICLE IN PRESS
2618 I. Lo¨wy, G. Weisz / Social Science & Medicine 60 (2005) 2609-2622
1. The products tested are not used in France where they are recognized to have serious side effects. French
gynaecologists, in contrast, prescribe a wide array of other substances and tinker with molecules and doses in
order to adapt HRT to the physiological profile of each woman.
http://docteurdavidelia.fr/internet/index.php?numrubrique=347&numarticle=1027
Hysterektomie und Dekonstruktion
"Über den Körper hinaus" - Zeitschrift "Sexologos n° 30 Fevrier 2008
von Elisabeth GALIMARD-MAISONNEUVE (Übersetzung aus dem Französischen von Edith Schuligoi)
Hystérectomie et déconstruction «au delà du corps» Sexologos n° 30 Fevrier 2008 Elisabeth GALIMARD-MAISONNEUVE
Eine hormonell-funktionell bedingte Trauer im Fall der Ovarektomie bei einer Frau, die nicht in der Menopause ist
Das brutale Ausbleiben von Östrogenen (E2) und Testosteron (Te) amputiert die Sexualität von seinem biologisch hormonellen Determinismus.
Das Ausbleiben von E2 kann eine Verminderung der Lebensqualität durch Hitzewallungen, Schlafstörungen und Störungen der Gemütsverfassung, durch Polyarthralgien, durch vaginale Trockenheit, durch den Rückgang der sexuellen Empfindungen, durch urogenitale Probleme, durch Hauttrockenheit bewirken und mit Energieverlust und androider Gewichtszunahme einhergehen, die als Stigmata des Alterns erlebt werden.
Der brutale Sturz des Testosteron von 50% bringt eine Kraftlosigkeit mit sich, einen Rückgang des sexuellen Verlangens bei 30 bis 50% der Frauen, mit einem Leidendruck in einem Drittel der Fälle. Die phantasmatische Aktivität ist gestört mit Fantasmen, die weniger aktiv sind, weniger spontan, weniger wirksam.
Die Ovarektomie bringt signifikant mehr Depressionen mit sich, mehr Angstzustände und Unwohlbefinden, aber es scheint dass die negative Auswirkung sich in 2 Jahren mildern würde.
Die Brutalität des Rückgangs von E2 und Te spielt sicherlich eine Rolle in der schlechten Toleranz und der Schwierigkeit für den Organismus sich an diese Karenz zu gewöhnen. Die Studien finden wieder mehr Leid wegen der Fruchtbarkeit: 13% gegenüber 5% und 43% gegenüber 21% in 3 Jahren.
Die Ovarektomie bringt deutlich mehr Rückgang an sexueller Lust, an negativen Empfindungen (ich enttäuschte meinen Partner (90%), ich fühlte mich unglücklich (80%), weniger weiblich (55%), gedemütigt (39%) etc. (n= 119) und die Veränderung der Sexualität (signifikanter Rückgang der Befriedigung in den 7 Bereichen des „Profils der weiblichen Sexualfunktion“): Begehren, Exaltation, Lustempfinden, Aktionsfähigkeit, Besorgtheit, Orgasmus, Selbstbildnis).
Die Auswirkung des Rückganges der Lust als Effekt der Ovarektomie ist deutlich häufiger bei den Frauen zwischen 20 und 49 Jahren (+13%) im Vergleich zu Frauen, die schon in der Menopause sind (+4%) mit doppelt hohem Leidensdruck, der mit dem Rückgang des Lust einhergeht (HSDD): 53% gegenüber 26% bei den Frauen zwischen 50 und 70 Jahren. Der Rückgang von 50% des Testosterons zwischen 20 bis 45 Jahren bei jeder Frau erklärt wahrscheinlich die geringere Auswirkung der Ovarektomie auf die Lust von Frauen zwischen 50 und 70 Jahren.
Un deuil symbolique
Eine symbolische Trauer
un deuil des règles
Trauer um die Regelblutung
un deuil de la maternité
Trauer um die Mutterschaft
un deuil de la Féminité et de la sexualité
Trauer um die Weiblichkeit und um die Sexualität
Un deuil existentiel
Eine existentielle Trauer
Un deuil de l’Image du corps au coeur de la féminité et de la sexualité.
Trauer um das Körperbild im Innersten der Weiblichkeit und der Sexualität
Schlussfolgerung
Es geht nicht darum die Hysterektomie zu verteufeln mit oder ohne Ovarektomie, weil viele Frauen zufrieden und gewisse Indikationen unabwendbar sind; aber es geht darum eine bessere Behandlung von Frauen mit Risiko zur Dekompensation zu gewährleisten, die Ressourcen zu bereichern „über den Körper hinaus“, für Frauen, die im Unwohlsein nach dem Eingriff stecken bleiben, sie zu ermutigen, die Beweggründe für nichtchirurgische Alternativen zu erlauben, ebenso wie eine ethische und existentielle Reflexion ( begleitende Ovarektomie: systematisch: ja oder nein? Uterines Lustempfinden: Mythos oder Realität?)
Um zum interaktiven Zuhören anzuregen ohne darüber die Zwischenräume der Wahrnehmung zu verlieren und anzufüllen, stellen diese Überlegungen Teile des Puzzles einer Trauer dar, die vom Körper ausgeht , ihn durchdringt bis „darüber hinaus“, und dabei auf soziale Hindernisse und medizinische Abdrücke, Mythen und Stereotypen trifft, die das Weibliche dieser psychischen Fatalität „verdrehen“, das genährt wird vom Schweigen sexueller Belange und vom Bewusstsein einer sexuellen Fähigkeit, solange das „Empfangen“ möglich ist.
Obwohl sie auf die Dekonstruktion abzielen, wollen alle diese Überlegungen natürlich konstruktiv sein, um gegebenenfalls, weniger allgemeine medizinische Praktiken ermöglichen und aufmerksamer den Teilen des Körpers Respekt zu zollen, die ihren Part in der Sexualität und im Leben spielen.
Im Fall eines unabwendbaren Verlustes wird die bessere Anerkennung der Sexualität der Frau und der Trauerformen eine bessere Betreuung ermöglichen, um ihr zu helfen aus ihren Ressourcen zu schöpfen und um die Wege einer neuen Sexualität, die an die Realität angepasst ist, zu beschreiten.
So könnte sie also die Richtung erneuern die sie in dieser intimen und verständnisinnigen Beziehung einnahm, hin zur Wahrnehmung dieser Überlegungen, hin zum anderen, dem diese Frau IHRE WELT geöffnet hat.
Hysterektomie und Dekonstruktion
"Über den Körper hinaus" - Zeitschrift "Sexologos n° 30 Fevrier 2008
von Elisabeth GALIMARD-MAISONNEUVE (Übersetzung aus dem Französischen von Edith Schuligoi)
http://www.sfscsexo.com/publi/puz3000.htm
Avenirs de femmes n°13 / 2004
Les hystérectomies
Sparte: Medizinische Gynäkologie in Frankreich in Gefahr
Gynécologie Médicale (GM)
Gynéco Presse (oct 2008)
"Pour la Santé des femmes"
Comité de Défense de la Gynécologie Médicale
19 rue des Gobelins
75013 PARIS

