Femica
FEMICA FORUM
 
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Gedanken, Gedichte


Gefühle, Empfindungen - was ist mit mir geschehen - das Unbeschreibliche beschreiben ...

Brief an mich

 

Du bist so blass geworden Liebes,
mit großen trüben Sternen starrst Du über mich hinweg,
weg in eine viel zu dunkle Welt.
Farblos huschst Du des Morgens beinah unerkannt an mir vorüber.
Wie lange noch?
Lass es zu, dass Deine Wunden heilen.

 

So gewöhnt an Dich, fühle ich mich verloren!
Weißt Du noch, wie Du als kleines Mädchen fasziniert in mein Antlitz getaucht,
um mit gierigen Pupillen geheime Wünsche zu entlocken.
Man konnte Dir nicht widerstehen!
Jetzt vermisse ich Dich, vermisse auch Dein ungeschminktes Gesicht
und liebe Dich nur so aus der Ferne…

 

Sei ehrlich, es war nicht immer alles echt.
Wie viele Gesichter haben Dich maskiert getragen!
Gewiss, gewiss mit Würde, doch mir konntest Du nichts vormachen, Gauklerin!
Ja ich gebe zu, von Deiner Eitelkeit Gebrauch zu machen, war nicht immer einfach.
Weil dieser Hut und jenes Band, oder doch die blaue oder rote Farbe? Oder diese Spange?
Wenn Deine Perlen sich verloren, trugst Du am Ende nichts!
Frau Prinzessin war nie schön genug!
Nun leide ich Deine Schmerzen!

 

Dein letzter Blick in das Brillenglas Deines Anästhesisten hat mir soooo wehgetan!
Zum Glück musste ich nicht auch noch Deine „Entweibung“,
wie Du es nanntest, mit ansehen!
Welch gnadenvolle Bewusstlosigkeit Deiner Narkose hat es uns erspart!
Uns beiden - Untrennbaren!

 

Stolz war ich auf Dich, als Du am nächsten Tag angetrippelt kamst,
zwar noch schwach, aber doch schon mit Fragen…
So konnte ich Dir Mut machen, zuweilen gelang es mir auch.
Ja, Du kannst kein Kind mehr in Dir tragen,
aber war es nicht auch die Lösung Deiner Kindheit?

 

Welch neue Frau wurde aus Dir geboren?
Wie auch immer, lass mich zu Dir stehen!

 

Nicht oft haben Dich Deine Liebhaber wirklich beglückt, wenn Sie mit großem Hunger
Von Deinen Früchten gezehrt, um satt und selbstzufrieden den Kern Deines Herzens auszuspucken.
Jener Samen kurzer Frühling hat sich jäh verblüht!

 

Deine Tränen … ungezählte Flüsse!

 

Gesprungen bist Du mir aus allen Wolken, doch in einer Pfütze fand ich Dich oft wieder.
Nun sag ich mir, späte Sommer sind das volle Maß an Schönheit,
davon läßt’s sich leben … gut ….. zuweilen.

 

Ein neues Leben setzt immer das alte Sterben voraus,
lass mich Dich lieben,
lass mich Dich lieben, so oft wir uns begegnen - ich bitte dich!!!

 

Dein Spiegelbild

 



Vertrauen

 

Oft, viel zu oft ist „es“ schon passiert.
Manchmal trifft es mich, wie aus
heitrem Himmel.

 

Wenn ich ahne es könnte passieren
ist es meist schon zu spät.

 

Angst kommt über mich - Panik, Stress.
Die ganze Welt dreht sich um mich und
ich fliege durch die Luft.

 

Der Sog ist so stark - ein Entkommen
aussichtslos.
Wo ich lande?

 

Endlich hat mich die Erde wieder!
Wie ein Käfer auf dem Rücken liege
ich da und schaue in den Himmel.

 

„Fürchte dich nicht“, ist der Ausspruch:
„Ich will bei dir sein bis ans Ende aller Tage“.

 

Ich glaube - ich vertraue!

 

Angst ist ein Gespenst bei Tag
vor dem ich mich nicht fürchten muss.

 



Das Glück - kein Jäger kann es je erjagen

es ist nicht dort es ist nicht hier

lerne überwinden (Kastration) lerne entsagen (Sexualität/Ich-Gefühl)

und ungeahnt erblüht es dir.

 

Theodor Fontane etwas ergänzt von einer kastrierten Frau